Samstag , 24. Oktober 2020
Im neuen Wohngebiet am Papageienweg in Adendorf sollen in wenigen Wochen die Erschließungsarbeiten beginnen. Foto: sel

Günstige Grundstücke in aufstrebender Gemeinde

Adendorf. Im Baugebiet Papageienweg im Adendorfer Norden könnten ab Ende Oktober die Bagger rollen, um das Areal mit Straßen und Versorgungsleitungen zu erschließen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die Erschließungsplanung einstimmig beschlossen. Zurzeit läuft die Ausschreibung der Erschließungsarbeiten.

Insgesamt 24 Baugrundstücke für Einfamilienhäuser hat die Gemeinde am Papageienweg verkauft, vorangegangen war ein Auswahlverfahren, bei dem Kriterien wie Kinderzahl, Einkommen oder gemeinnützige Aktivitäten berücksichtigt wurden. Für 179 Euro pro Quadratmeter gingen die Grundstücke über den Tisch – erheblich günstiger als verschiedene zuletzt im Ort erzielte Preise. Ronald Steinberg berichtete von Quadratmeterpreisen bis zu 400 Euro.

Das Wohnen in Adendorf auch für den durchschnittlichen Geldbeutel „bezahlbar“ zu machen, hatte sich der damals von SPD, CDU und Grünen besetzte Gemeinderat zum Ende der Sitzungsperiode 2011 bis 2016 auf die Fahnen geschrieben. Damals wurde die Einrichtung des Baugebiets Papageienweg beschlossen

Zwei Mehrfamilienhäuser

Über zwei Zufahrtstraßen, vom Papageienweg und vom Bardowicker Weg, sollen die Grundstücke im neuen Baugebiet erreichbar sein, berichtete Christian Ninnemann, Leiter des Fachbereichs Bauen. Am Papageienweg sollen später auch noch zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils 13 Wohneinheiten entstehen. Für eine ursprünglich vorgesehene Doppel- oder Reihenhausbebauung hatte es kaum Interesse gegeben.

In dieser Woche hatte die Gemeinde die Käufer der Grundstücke am Papageienweg zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, in der Bauamtsleiter Ninnemann über die Planungen berichtete. In Kürze sollen auch die ersten Kaufverträge beurkundet werden.

Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, Senioren, Gleichstellung und Umwelt gibt es bereits in Adendorf. Was Heike Piepke, damals noch Mitglied der CDU-Fraktion, inzwischen als Parteilose Mitglied der SPD-Fraktion, noch fehlte, war ein „gemeindlicher Jugendbeauftragter (w/m/*)“.

Einstimmig sprachen sich die Ratsmitglieder für den Antrag der Gruppe CDU/FDP aus, eine solche Stelle auszuschreiben. Eine Aufgabe: Die Belange der Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde in die entsprechenden Gremien einzubringen, damit die Mandatsträger „in Kenntnis dessen entscheiden und die Angebote und Entscheidungen danach ausrichten, was junge Menschen haben wollen und brauchen“. Eine andere Aufgabe: „Die Koordination der Zusammenarbeit von Organisationen, Personen, Gruppen und Initiativen, die mit Kindern und Jugendlichen tätig sind“. pet

Mehr dazu:

Am Papageienweg kann es losgehen