Dienstag , 27. Oktober 2020
Ines Möller-Plewe (v. l.) als kommissarische Filialleiterin der Sparkasse, Rainer Dittmers (Rewe), Michael Mollenhauer, Prokurist bei Lünecom, Volker Bergmann (Edeka) und Matthias Gierke, Vertreter von Bürgermeister Thomas Maack, freuen sich über das neue Angebot für Adendorf. Foto: Michael Behns

Kostenlos surfen in Adendorf

Adendorf. Schnell, unkompliziert und kostenlos die neuesten Nachrichten abrufen, einen Platz im Restaurant reservieren oder schauen, wie das Wetter wird? In Adendorf ist das jetzt möglich – dank zweier WLAN-Hotspots im Kirchweg und am Scharnebecker Weg. Möglich gemacht hat das ein Zuschuss aus dem Programm „WiFi4EU“ der Europäischen Union.

Im Kirchweg, zwischen dem Rewe-Markt und dem Edeka Markt Bergmann befindet sich der eine Adendorfer Hotspot, am Scharnebecker Weg, genauer in der Sporthalle, im Walter-Maack-Eisstadion und auf dem Freibadgelände, der andere.

Nachdem Adendorf beim ersten Aufruf für das „WiFi4EU“-Projekt noch gescheitert war, kam die Gemeinde beim zweiten Versuch zum Zuge. Mehr als 10.000 Gemeinden aus der gesamten Europäischen Union hatten sich Anfang des vergangenen Jahres beworben. Adendorf gehörte zu den 3400 Kommunen, davon 510 in Deutschland und 81 in Niedersachsen, die sich über eine Unterstützung in Höhe von 15.000 Euro freuen durften. Insgesamt wurden nach dem zweiten Aufruf 51 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Gemeinden müssen die laufenden Kosten, etwa die Internetgebühren, tragen und für die Instandhaltung des Materials sorgen.

13.000 Kommunen hatten sich  beworben

Das Lüneburger Unternehmen LüneCom wurde von der Gemeinde Adendorf beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten, insgesamt elf „Access-Points“, Zugangspunkte, wurden dann installiert. Die meisten befinden sich an öffentlichen Gebäuden, weitere am Gebäude der Sparkasse, am Rewe-Markt und am Edeka Markt Bergmann.

Matthias Gierke, Allgemeiner Stellvertreter von Bürgermeister Thomas Maack, freute sich beim Treffen mit den Unterstützern des neuen Projekts: „Wir haben die Digitalisierung ohnehin auf unserer Agenda und wollen da Vorreiter sein. Wir sehen die Hotspots als Angebot, als Service für die Bewohner, für Besucher und Kunden der ansässigen Unternehmen, die dadurch gestärkt werden können.“

Auch die „Attraktivität der Sportmeile am Scharnebecker Weg“ werde durch das neue Angebot gestärkt, wenn dort kostenloses WLAN genutzt werden könne. Gierke: „Aus unserer Sicht muss man ein solches Angebot einfach vorhalten in der heutigen Zeit.“

Bereits beim ersten Aufruf zur Kampagne „WiFi4EU“ hatte unter anderem Barendorf in der Samtgemeinde Ostheide, als einer unter 35 Orten in Niedersachsen, zu den Gewinnern gehört. Damals hatten sich mehr als 13.000 Kommunen beworben, 2800 von ihnen bekamen damals den Zuschlag.

Von Ingo Petersen