Mittwoch , 28. Oktober 2020
Prof. Dr. Claudia Kemfert freut sich auf ihre Tätigkeit in Lüneburg. Foto: F.J. Schenk

Ökonomin nimmt Ruf der Leuphana an

Lüneburg/Berlin. Sie ist bundesweit bekannt und hat auch international einen guten Ruf: Prof. Dr. Claudia Kemfert. Die Ökonomin leitet die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und ist nun an die Leuphana Universität Lüneburg berufen worden. Sie besetzt zum Wintersemester 2020/21 die neu geschaffene Professur „Energiewirtschaft und Energiepolitik“.

Leuphana-Präsident Sascha Spoun zeigte sich erfreut: „Mit Frau Kemfert konnten wir eine exzellente Wissenschaftlerin gewinnen, die in allen Fragen des Klimaschutzes samt Energie- und Verkehrswende internationales Renommée erlangt hat.“

Die Berufung Kemferts markiert den Auftakt der Zusammenarbeit zwischen dem DIW Berlin und der Leuphana, die bereits 2019 vereinbart wurde. Die beiden Forschungseinrichtungen wollen Projekte in der Energiepolitik und Nachhaltigkeitsforschung umsetzen und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. „Die Kooperation mit der Leuphana passt ideal zur Ausrichtung des DIW Berlin, das ‚Zukunftssicherung und Nachhaltigkeit‘ als einen seiner Forschungsschwerpunkte definiert hat“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher.

Institut für Nachhaltigkeitssteuerung

Zu den Arbeitsschwerpunkten der neuen Professur wird es gehören, energiewirtschaftliche Zusammenhänge zu untersuchen und Szenarien für die künftige Energieversorgung zu entwickeln. Die Kooperationspartner wollen damit wichtige Beiträge in die gesellschaftliche Debatte über die künftige Energienutzung einbringen. Kemfert wird weiter auch am DIW Berlin tätig sein. Die Leuphana vertieft mit der Kooperation ihre Expertise zu Energiefragen. Die neue Professur wird am Lüneburger Institut für Nachhaltigkeitssteuerung angesiedelt.

„Ich freue mich sehr, mich gemeinsam mit den hervorragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Leuphana innovativen und transdisziplinären Forschungen widmen zu können“, sagte Kemfert. „Die Transformation hin zu einer vollständigen Dekarbonisierung der Wirtschaft und Gesellschaft bedarf umfassender ökonomischer Forschung an der Schnittstelle zu zahlreichen anderen Disziplinen wie Umwelt-, Natur-, Rechts-, Kultur- oder Geschichtswissenschaften. Der Leuphana Universität gelingt es in bundesweit einmaliger Art und Weise, die Themen echter sozial-ökologischer Nachhaltigkeit und Transformation zueinander zu bringen und transdisziplinär zu erforschen.“ lz