Samstag , 24. Oktober 2020
Westlich (auf dem Foto rechts) von Sporthalle und Sportplatz, der genaue Platz steht noch nicht fest, soll die künftig „Sport-Kita“ der Gemeinde Adendorf entstehen. Foto: Michael Behns

Ganz viel Platz für Sport im neuen Kindergarten

Adendorf. Knapp 400 Kinder sind in den vier Kindertagesstätten der Gemeinde Adendorf untergebracht. Weil in diesem Sommer 16 Kinder mehr für die Kitas angemeldet waren, als Plätze zur Verfügung standen, war sogar ein Container am Emmi-Senking-Kindergarten aufgestellt worden. Aber auch das reicht auf Dauer nicht: Der Neubau einer weiteren Kita ist deshalb Thema im Ratsausschuss für Jugend, Senioren und Soziales am Donnerstag, 19 Uhr, Rathaus.

Bereits in der Sitzung des Ausschusses am 16. Juli hatten die Ratsmitglieder über eine weitere Kita in der Gemeinde diskutiert, damals war schon eine „verwaltungsinterne Arbeitsgruppe“, der unter anderem Bürgermeister Thomas Maack (SPD) und mehrere Amtsleiter angehören, bei der Arbeit. Auch ein Fachplaner war bereits beauftragt.

Die Idee: Die Schaffung einer „Sport-Kita“, bestehend aus Betreuungsräumen und einer integrierten Sportstätte. „Das könnte eine größere Gymnastikhalle sein oder auch eine Einfeldsporthalle“, erklärt Bürgermeister Maack. Als Platz für die neue Kita kommt ein Gelände westlich der Sporthalle am Scharnebecker Weg infrage. Wird die Halle nicht für die Kita benötigt, könnte sie auch Anderen zur Verfügung gestellt werden.

Endgültige Entscheidung am 12. November

Unter anderem neue Baugebiete, etwa am Papageienweg oder auch an der Artlenburger Landstraße, bedeuten mehr Kinder für Adendorf. Maack: „Der Trend zum Zuzug hält in Adendorf an.“ Um nicht mittelfristig erneut in Platznot zu geraten, geht die augenblickliche Planung der Verwaltung von Platz für vier Gruppen zu je 25 Kindern aus.

Das beauftragte Planungsbüro hat bereits ein Raumprogramm erstellt und einen „theoretischen Kostenrahmen“ errechnet. Um weiter planen zu können, müssen jetzt Mittel in den Haushalt 2021 eingestellt werden – die Verwaltung setzt dafür und für „erste Maßnahmen“ 3,5 Millionen Euro an.

Abgestimmt werden soll am Donnerstag über die Empfehlung, die Verwaltung zu beauftragen, die Planungen für eine „Kindertagesstätte mit integrierter Sporthalle weiter voranzutreiben“. Zugleich soll die Verwaltung beauftragt werden, nach einer Alternative zu suchen, falls eine „Sport-Kita“ zu teuer wird. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat am 12. November.

Die Planungen für die „Sport-Kita“ sind noch ganz am Anfang – gleichwohl spürt Amtsleiterin Sandra Eddelbüttel zeitlichen Druck. „Im Sommer 2022 müssen die Plätze zur Verfügung stehen“, sagt sie.

Platz für Asylbewerber und Obdachlose

Neue Wohnanlage ist geplant

Noch ein weiteres Mal geht es in der Sitzung des Ratsausschusses für Jugend, Senioren und Soziales am Donnerstag um viel Geld – dabei ist die Unterbringung von Asylbewerbern und Obdachlosen Thema für die Ratsmitglieder. Nach mehr als 30 Jahren Nutzung seien zwei Wohncontainer am Papageienweg „nicht mehr zu erhalten und abgängig“, heißt es von der Gemeindeverwaltung.

Dafür soll an gleicher Stelle eine „neue Wohnanlage“ geschaffen werden. Schon 2021 soll ein erstes Gebäude entstehen, entsprechende Haushaltsmittel in Höhe von 800.000 Euro sollen dafür in den Haushalt 2021 eingestellt werden. Die Verwaltung soll unter anderem beauftragt werden, die Ausschreibung für die notwendigen Arbeiten vorzubereiten. Auch darüber entscheidet endgültig der Rat.