Freitag , 30. Oktober 2020
Musikalische Koordinatorin: Delia Kreuch spielt Gitarre, aber auch Klavier und Saxoophon. Foto: t&w

Das Haus mit Leben füllen

Lüneburg. Ein kompletter Neustart ist es nicht für Delia Kreuch. Im vergangenen Jahr hatte sie bereits ein paar Wochen Gelegenheit, sich an ihrem neuen Wirkungskreis ein bisschen zu orientieren. Doch dann ging sie in Elternzeit. So richtig ankommen wird sie im Familienzentrum Plus deshalb wohl auch erst in diesem Jahr. Zwar ist die Diakonin mit halber Stelle aber vollem Einsatz nun seit Mai wieder als Koordinatorin des Zentrums Am Weißen Turm eingestiegen, doch wegen Corona lag vieles auf Eis, Veranstaltungen fanden lange gar nicht statt. Das soll sich jetzt wieder ändern, dazu passt, dass Delia Kreuch am Sonntag, 4. Oktober, nun auch offiziell im Rahmen eines Erntedank-Familiengottesdienstes in St. Michaelis eingeführt wird.

Als Koordinatorin kümmert sie sich um Veranstaltungen im Haus, wo Infoabende zum Thema Erziehung für Eltern stattfinden, aber auch Privatleute Angebote machen, sofern sie sich im Bereich Soziales oder Familie eingliedern lassen. „Gerade erst hat sich eine Frau bei mir gemeldet, die ein Angebot mit Klangschale machen möchte“, nennt sie ein Beispiel, das gute Chancen auf Realisierung hat.

Infoabende für Eltern, Angebote von Privatleuten

Die Diakonin ist auch zuständig für Spendenakquise, freut sich deshalb, dass die Firma Nordson 3000 Euro für die Themenreihe „Wurzeln und Flügel“ spendiert hat, die eben Erziehungsfragen aufgreift. Sie fungiert zudem als Bindeglied zwischen Kirchengemeinde und den ebenfalls im Haus untergebrachten Kita und MaDonna, in der Kita leistet sie auch sieben Stunden pro Woche religionspädagogische Arbeit. Dann hat sie zum Beispiel ihren mobilen Altar dabei und erzählt den Kindern eine Geschichte. Und sie gestaltet Krabbelgottesdienste in St. Michaelis.

Vor ihrem Wechsel nach Lüneburg hatte sie von 2013 bis 2018 in Tostedt gearbeitet. „Dort habe ich auch meinen Mann kennen gelernt“, verrät die 34-Jährige. Der ist heute Pastor in Deutsch Evern, in dem Ort wohnt die junge Familie, zu der inzwischen eine Tochter (4) und ein Sohn (1) sowie ein Golden Retriever gehören, auch. Neben Job und Familie sei sie dort ehrenamtlich in mehreren Gruppen der Gemeindearbeit eingebunden.

Auf ehrenamtliche Helfer setzt sie auch in ihrem Job als Koordinatorin. Durch Corona sind viele Angebote, die zum festen Bestandteil des Zentrums nahe dem Klinikum gehörten, weggebrochen. Die gemeinsame Mittagszeit ist dafür nur ein Beispiel. Sie hat nun ein eigenes Hygienekonzept für das Zentrum ausgearbeitet, damit langsam wieder ein Veranstaltungsprogramm anlaufen kann. Im Oktober soll es einen ersten Testlauf mit Live-Musik geben, noch feilt Delia Kreuch am Programm. Doch klar sei ihr schon jetzt: „Das ganze Konzept hier im Haus funktioniert nur, wenn es genügend ehrenamtliche Helfer gibt.“

Wer die Arbeit im Familienzentrum unterstützen will, erreicht Delia Kreuch per E-Mail an info@familienzentrumplus.de oder telefonisch unter (04131) 2839709.

Von Alexander Hempelmann