Sonntag , 25. Oktober 2020
Beschäftigte des öffentlichen Dienstes gehen am Freitag auf die Straße. Foto: A/Be

Warnstreik auf dem Marktplatz

Lüneburg. Die Warnstreik-Welle schwappt nach Lüneburg: Am Freitag sollen „alle Einheiten“ der Stadt und des Landkreises – von Kitas, Krippen, Jugendamt bis hin zur Müllabfuhr – am Warnstreik teilnehmen. Auch bei der Sparkasse sind Verdi-Mitglieder zum Warnstreik aufgerufen. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass die Folgen der Aktion in Lüneburg „deutlich zu spüren“ sein werden. Unter anderem beteiligen sich Fachkräfte aus den zehn städtischen Kitas an dem Protest. „Die Eltern wurden bereits am Vortag informiert“, sagte Gewerkschaftssekretär Robert Kirschner. Fast alle hätten solidarisch reagiert und Verständnis gehabt.

Einschränkungen für den Kita-Betrieb

Einige Kitas bleiben geöffnet, unter anderem Heidkamp, Liebesgrund, Marienplatz, St. Johannis und St- Marien. Die Kita am Krankenhaus bleibt am Freitag hingegen geschlossen, die Kita Schützenstraße bietet eine Notgruppe an, Kita Kaltenmoor und Kita Schierbrunnen Teich bieten zusammen eine Notgruppe an. Um 10.30 Uhr ist am Freitag eine Kundgebung auf dem Marktplatz geplant, gegen 11.15 Uhr wollen rund 300 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes das Rathaus symbolisch umzingeln, kündigte Kirschner gegenüber der LZ an.

Die Aktion zielt auf Oberbürgermeister Ulrich Mädge, er ist zugleich Verhandlungsführer der Kommunen. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber haben in den ersten zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt.

Mehr dazu lesen Sie am Freitag in der Landeszeitung.

Von Werner Kolbe