Mittwoch , 28. Oktober 2020
In Neuhaus wurde ein Polizeiwagen angezündet. Foto: Feuerwehr Neuhaus

Streifenwagen angezündet – Verdächtiger wieder frei

UPDATE: Montag, 14 Uhr.

Neuhaus. Nach dem Brandanschlag auf einen Streifenwagen in Neuhaus (Einheitsgemeinde Amt Neuhaus) ist ein 30-jähriger Verdächtiger wieder auf freien Fuß. Man habe laut Staatsanwaltschaft Lüneburg zwar Anhaltspunkte, aber bislang keinen dringenden Tatverdacht gegen den Mann. Das Polizeiauto, das vor der Dienststelle stand, war völlig ausgebrannt. tm

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Neuhaus. Ein Streifenwagen wurde in der Nacht zu Sonnabend vor der Polizeidienststelle Neuhaus vorsätzlich angezündet und brannte komplett aus. Durch den Rauch, der in das Polizeigebäude drang, wurde eine Polizistin leicht verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, befanden sich gegen 1 Uhr zwei Beamte in der Polizeistation. Diese wurden von Anwohnern auf den Brand aufmerksam gemacht. Zu dem Zeitpunkt befand sich ein im Eingangsbereich abgestellter Funkstreifenwagen bereits im Vollbrand. Trotz des schnellen Eintreffens der Feuerwehr brannte der Wagen vollständig aus. Der Schaden wird aktuell auf mehr als 50000 Euro geschätzt.

Eine Polizistin durch Rauch leicht verletzt

Die Löscharbeiten dauerten bis 1.45 Uhr an. Da durch den Brand Rauch- und Brandgase in das Dienststellengebäude eindrangen, wurde eine Polizeibeamtin leicht verletzt. Während der Löscharbeiten mussten insgesamt zwei Personen mit Fluchthauben aus dem anliegenden Gebäude gerettet werden, da der Flur verraucht war.

In der Nähe des Brandortes konnte ein 30-jähriger Mann angetroffen werden. Gegen ihn ergab sich im Laufe weiterer Ermittlungen ein Tatverdacht. Er wurde vorläufig festgenommen. Einen Hinweis darauf, dass die Tat politisch motiviert ist, gibt es laut Polizei aktuell nicht. Die weiteren Ermittlungen dauern an. lz