Freitag , 30. Oktober 2020
Freitagabend haben 50 bis 100 Personen gegen die Räumung des Berliner Gebäudes "Liebig 34" demonstriert.

58-Jähriger fällt immer wieder auf

Lüneburg. Er kann es einfach nicht lassen: Fast täglich machte in dieser Woche ein 58-Jähriger der Polizei zu schaffen. Nun wurde er in das Klinikum zur psychiatrischen Behandlung eingewiesen.

Am Montag kam der Mann, der der Polizei bereits vorher bekannt war, am Sand mit einem Busfahrer in Konflikt, weil er seinen Mund-Nasen-Schutz nicht tragen wollte. Darauf zog der Mann einen Nothammer und zerschlug beide Fenster der Bustür. Ein daraufhin ausgesprochenes generelles „Bus-Hausverbot“ ignorierte er.

Am Dienstag betrat er trotz ebenfalls bestehenden Hausverbots eine Bankfiliale Am Sande und beschädigte dort am frühen Morgen drei Geldautomaten und zwei SB-Terminals, indem er Papier und Zigaretten in Öffnungen stopfte.

Der amtsbekannte 58-jährige Mann betrat dann am Mittwoch gegen 18 Uhr in der Wallstraße erneut einen Linienbus ohne Mund-Nasen-Schutz. Als er trotz Aufforderung den Bus nicht verlassen wollte, nahm ihn die Polizei zur Verhinderung weiterer Straftaten zunächst in Gewahrsam.

Der Mann beleidigte Mitarbeiter und Gäste

Am Donnerstag betrat er jedoch um 7.38 Uhr erneut die Räumlichkeiten einer Bankfiliale Am Sande und manipuliert an den Kontoauszugsdruckern, sodass diese eine Störung anzeigen.

Noch am selben Tag fiel der 58-jährige gegen 22.30 Uhr erneut unangenehm auf. In einem Lokal in der Bardowicker Straße schaute er lautstark Filme mit eindeutig sexuellem Inhalt. Nach einer Ansprache durch einen Mitarbeiter, dies zu unterlassen, wurde er ausfallend und beleidigend. Die hinzugerufene Polizeistreife erteilte ihm einen Platzverweis für das Lokal, dem er auch nachkam.

Verspielt hat der Mann es sich endgültig am Freitag. Zunäcsht fiel er um 7.37 Uhr in einem Lebensmittelgeschäft am Sande auf. Dort erhielt er ebenfalls einen Platzverweis. Drei Minuten später machte er sich in einer Bäckerei bemerkbar, wo er die anwesenden Gäste beleidigte.

Nun wurde er von der Polizei in Gewahrsam genommen, von dort wurden weitere Maßnahmen mit dem sozialpsychiatrischen Dienst abgestimmt. Der Mann wurde er in das Klinikum zur psychiatrischen Behandlung eingewiesen. lz