Freitag , 30. Oktober 2020
Hier wird tüchtig gewerkelt, die Kosten der Umgestaltung werden auf etwa zwei Millionen Euro veranschlagt. Foto: t&w

Reppenstedt: Ein neuer Ort zum Verweilen

Reppenstedt. Seit einigen Wochen schon hat sich das Areal um Rathaus und Gellersenhalle in Reppenstedt in eine Großbaustelle verwandelt. Der Grund: Im Rahmen der Städtebauförderung wird das Rathausumfeld der Gemeinde neu gestaltet. Geplant ist das Projekt bereits seit 2015, Gemeindedirektor Steffen Gärtner, der erst seit vergangenem Jahr im Amt ist, hatte es von seinem Vorgänger „geerbt“.

Eigentlich sollten die Bauarbeiten schon viel früher losgehen, coronabedingt war es aber zu Lieferschwierigkeiten der Materialien gekommen.

Zwei Drittel der Kosten zahlen Bund und Land

Durch die Baumaßnahmen soll in Reppenstedt ein neues Zentrum im Ortskern entstehen. Gärtner: „Bislang haben wir hier nur einen Parkplatz. Mit der Schaffung von Sitzmöglichkeiten, Pflanzen, kostenlosen WLAN und Beleuchtung wollen wir die Reppenstedter dazu animieren, hier zu verweilen und ins Gespräch zu kommen.“ Die Kosten des Projekts werden derzeit auf etwa zwei Millionen Euro veranschlagt, ein Drittel der Kosten teilen sich Gemeinde Reppenstedt und die Samtgemeinde Gellersen, je ein weiteres Drittel wird von Bund und Land übernommen.

Geplant ist, dass in einer Zeit nach Corona auf dem Rathausplatz auch größere Veranstaltungen durchgeführt werden, entsprechend vorgesehene Anschlüsse sollen es ermöglichen, dort Stände und Buden mit Strom zu versorgen.

„Wir hoffen sehr, dass wir die Pandemie im kommenden Jahr so weit im Griff haben, dass wir unsere neue Anlage mit einer größeren Veranstaltung einweihen können“, sagt Steffen Gärtner, der sich von dem neuen gesellschaftlichen Zentrum noch mehr Lebensqualität in Reppenstedt verspricht.

Dachtmisser Straße wird bis März 2021 gesperrt 

Im Zuge der Umgestaltung wird die Dachtmisser Straße zwischen dem Kreisverkehrsplatz und der Brockwinkler Straße erneuert und dafür auf diesem Abschnitt bis voraussichtlich März 2021 für den motorisierten Verkehr vollgesperrt. Fußgänger- und Radfahrer können die Baustelle in Längsrichtung auf Behelfswegen während der gesamten Bauzeit passieren. Auch das Rathaus und die Bücherei der Samtgemeinde Gellersen bleiben für Besucher erreichbar.

„Die Anzahl der Parkplätze wird nach Fertigstellung unseres neuen Parkplatzes die gleiche sein“, ist es Steffen Gärtner wichtig zu betonen. „Ich habe viele Anrufe dazu bekommen, dass weniger Parkplätze dort zu Chaos führen würden. Diese Sorge kann ich allen Reppenstedtern nehmen, es verschiebt sich nur etwas.“

Gärtner hofft, dass die Baustelle spätestens im August ganz verschwunden sein wird. „Der Feinschliff, wie zu Beispiel die Bepflanzung, das wird sicher erst im Sommer kommenden Jahres fertiggestellt werden.“

Parallel zu der Maßnahme wird im Rahmen der Dorfentwicklung auch im Ortsteil Dachtmissen einiges passieren: Auf dem Stadtweg am Ortseingang Dachtmissen, aus Reppenstedt kommend, wird eine Verkehrsberuhigung hergestellt, wozu der Stadtweg für den motorisierten Verkehr ab dem 12. Oktober für zwei Wochen voll gesperrt sein wird.

Anschließend werden in der Ortsmitte von Dachtmissen und am Ortseingang Richtung Kirchgellersen Straßenbauarbeiten an der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße 50 durchgeführt. Abschließend wird am Ortseingang von Dachtmissen in Richtung Vögelsen ein Fahrbahnteiler hergestellt, auch dafür wird die Ortsdurchfahrt für den motorisierten Verkehr voll gesperrt.

Ortsdurchfahrt für acht Wochen gesperrt

In Summe wird die Ortsdurchfahrt Dachtmissen für rund acht Wochen voll gesperrt sein. Eine Umleitung zwischen Kirchgellersen und Vögelsen erfolgt über die Landesstraße 216 über Reppenstedt nach Lüneburg (Lüneburger Straße und Vor dem Neuen Tore) und über die Kreisstraße 21 von Lüneburg nach Vögelsen (Dörnbergstraße, Bei Mönchsgarten und Am Wienebüttler Weg).

Der Anliegerverkehr nach Dachtmissen ist jeweils von den offenen Einfahrtstraßen bis zur Baustelle möglich.

Von Lea Schulze