Freitag , 30. Oktober 2020
Die Vorbereitungen für den dritten Brunnen am Brockwinkler Weg sind längst abgeschlossen, doch der Pumpversuch verzögert sich. Foto: A/dth

Coca-Cola: Pumpversuch startet später

Lüneburg. Eigentlich sollte der Pumpversuch am Brockwinkler Weg in diesem Monat stattfinden. Der Termin ist aber nicht mehr zu halten: Es gibt Verzögerungen bei den Prüfungen. „Der Beginn des Pumpversuchs ist abhängig davon, dass alle nötigen Baugenehmigungen vorliegen und die zur Durchführung erforderlichen Anlagen errichtet und funktionsfähig sind. Da es Verzögerungen bei der Erteilung der Baugenehmigungen gibt, verzögert sich der Pumpversuch entsprechend, und ein Start ist wohl wahrscheinlich erst im November möglich“, teilte Michael Loch vom Fachdienst Umwelt des Landkreises mit. Zuvor hatte Thorsten Kiehn, Betriebsleiter bei Coca-Cola in Lüneburg, gegenüber der LZ gesagt, dass der Pumpversuch „nicht mehr im Oktober, eher im November“ starten werde.

„Ein Start ist wohl wahrscheinlich erst im November möglich.“ – Michael Loch, Fachdienst Umwelt des Landkreises

Die Verzögerung habe nichts mit der Idee von Apollinaris Brands zu tun, eine Art Pumpversuch light durchzuführen, betonte Michael Loch. Diese Idee war im September von der Coca-Cola-Tochter Apollinaris Brands ins Spiel gebracht worden – als Reaktion auf den Vorwurf der Wasserverschwendung. Demnach sollte der Pumpversuch zunächst mit geringerer Leistung gestartet werden.

Nach einer Genehmigung würden die Leitungen vom dritten Brunnen zum Betriebsgelände in der Goseburg gebaut. Dann könnte ein Antrag auf erhöhte Pumpleistung gestellt werden, der Pumpversuch quasi nachgeholt werden – mit dem großen Unterschied, dass 40.000 bis 50.000 Kubikmeter weniger des kostbaren Grundwassers im Bach versickern, sondern bereits in Flaschen abgefüllt werden können.

Von Werner Kolbe