Dienstag , 27. Oktober 2020
An der Grundschule Hasenburger Berg scheint sich die Situation zu entspannen. Foto: t&w

Licht am Ende des Tunnels

Lüneburg. Überraschende Kehrtwende an der Grundschule Hasenburger Berg: Das Ganztagsangebot am Nachmittag schmilzt nach den Herbstferien nun doch nicht zusammen, wie noch in der vergangenen Woche angekündigt. Stattdessen werde es auch weiterhin an drei Tagen, und zwar von dienstags bis donnerstags, Angebote bis 15 Uhr geben. Das teilt die Stadt als Schulträger mit.

Noch vor einer Woche hatte es danach nicht ausgesehen. Schulleiterin Marianne Borowski hatte die Eltern informiert, dass das Nachmittagsangebot wegen personeller Engpässe stark zusammengestrichen werden müsse. Statt wie seit Schuljahresbeginn dreimal bis 15 Uhr werde es ab Ende Oktober nur noch dreimal bis 13.30 Uhr ein Angebot geben. Sie sah sich zu dem Schritt gezwungen, weil einige Lehrer, die zur Risikogruppe zählen, nur reduziert unterrichten und es zudem langfristige Krankheitsfälle und Ausfälle bei den pädagogischen Mitarbeitern gebe. „Ich muss das tun, um den Vormittag zu sichern“, hatte sie auf die Vorgaben des Kultusministeriums verwiesen. Viel Hoffnung auf baldige Besserung der Situation sah sie noch vor einer Woche nicht: „Im Moment sehe ich da wenig Möglichkeiten“, sagte sie im LZ-Gespräch.

Situation hat vor allem berufstätige Eltern vor Probleme gestellt

Vor allem berufstätige Eltern hätte dieser Schritt vor große Probleme gestellt, denn sie hätten kurzzeitig eine Betreuung für ihre Kinder organisieren oder ihrem Chef klar machen müssen, dass sie nicht mehr zu den vereinbarten Zeiten arbeiten können. Zumal viele gehofft hatten, dass es statt zu einer Reduzierung des Angebotes endlich zu einer Erweiterung kommt: Eine Betreuung für die sogenannte Randzeit von 15 bis 16.30 Uhr war immer wieder im Gespräch und auch mal versprochen, Realität wurde sie mangels Träger aber nicht.

Nun kommen aus dem Rathaus gute Nachrichten für die Eltern: Schulleitung und Landesschulbehörde hätten in einer außerordentlichen Schulelternratssitzung mitteilen können, „dass gemeinsam doch noch eine Lösung gefunden wurde, um den Ganztagsschulbetrieb nach den Herbstferien an den Tagen Dienstag bis Donnerstag bis 15 Uhr aufrechterhalten zu können“, teilt die Stadt mit. Wie diese Lösung aussieht, lässt sie allerdings offen. Nur so viel: Details werde die Schulleitung den Eltern noch mitteilen.

Ab 1. November soll zweite Betreuungsgruppe angeboten werden

Konkreter wird die Verwaltung bei der nachschulischen Betreuung, die ist dann kostenpflichtig: Direkt nach den Herbstferien wird es ab dem 26. Oktober bekanntlich zunächst nur mit einer Betreuungsgruppe à 20 Kindern losgehen. Hier haben Alleinerziehende und berufstätige Eltern Vorrang. Inzwischen sei nun weiteres Personal gefunden worden, sodass „ab dem 1. November eine zweite Betreuungsgruppe angeboten werden kann“, teilt Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck mit. Damit könnten zwar noch nicht alle 43 Eltern, die es wünschen, aber immerhin mehr als zwei Drittel von ihnen mit einem Betreuungsplatz für deren Kinder versorgt werden.

„Für die zum 1. November startende zweite Gruppe werden die Plätze unter den verbliebenen Interessensbekundungen mit Härtefallgründen ausgelost“, heißt es von der Stadt. Unterdessen laufe die Personalakquise weiter, in der Hoffnung, in diesem Jahr auch noch die dritte Betreuungsgruppe eröffnen zu können.

Von Alexander Hempelmann