Die ersten beiden Bauabschnitte des Gewerbeparks Eichholz in der Samtgemeinde Elbmarsch sind komplett verkauft. Westlich davon (auf dem Foto links) soll ein dritte Bauabschnitt entstehen. Foto: be

Eichholz soll weiter wachsen

Marschacht. Die Erfolgsgeschichte „Gewerbepark Eichholz“, gelegen in der Samtgemeinde Elbmarsch, geht weiter. Schon „im Februar oder März des kommenden Jahres“, so schätzt Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth (SPD), könnten nahe der Bundesstraße 404 wieder die Bagger für die fälligen Erschließungsarbeiten des dann dritten Bauabschnitts rollen.

Insgesamt 100.000 Quadratmeter, gelegen westlich des bisherigen Gewerbeparks, soll der nächste Abschnitt umfassen, knapp 70.000 Quadratmeter davon könnten für Gewerbegrundstücke zur Verfügung gestellt werden, der Rest für Verkehrsflächen. In zwei Bauabschnitten hatte die Samtgemeinde in den vergangenen knapp zehn Jahren den Gewerbepark Eichholz gestaltet. Beide Flächen sind seit langem komplett verkauft. Etwa 25 Betriebe haben sich angesiedelt, die Zahl der bisher geschaffenen Arbeitsplätze schätzt Bürgermeister Roth auf „grob geschätzt 150 bis 200. Etwa die Hälfte der dort Arbeitenden dürfte aus der Samtgemeinde Elbmarsch kommen“.

„Mit dem Kauf der Fläche für den dritten Bauabschnitt war es nicht so einfach“, erinnert sich Rolf Roth an schwierige Verhandlungen – das ist aber schon Geschichte. Zurzeit befinden sich die Änderungen von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan bereits in der 2. Auslegung. „Der Auftrag für die Ingenieurleistungen für die Erschließungsplanung ist bereits vergeben.“

Kriterien für Vergabe der Grundstücke

Eine bunte Mischung aus verschiedenen Branchen hat sich bisher in Eichholz angesiedelt – der Vertrieb einer Großapotheke ist dort ebenso zu finden wie eine Kfz-Werkstatt, Unternehmen für Metallveredelung und Blitzschutzinstallation, eine Spedition, ein Hähnchenbrater und viele mehr. Für den dritten Bauabschnitt sollen bei der Vergabe der Grundstücke Kriterien wie unter anderem die Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze oder die Ortsansässigkeit des Bewerbers in die Entscheidung eingehen. Die Politik in der Samtgemeinde wolle auch weiterhin einen gesunden „Branchenmix“ erhalten, so Bürgermeister Roth.

Neu bei der Gestaltung des dritten Abschnitts ist auch, „dass wir für die Erschließung keine Fördermittel beantragen“, sagt Rolf Roth. Dadurch sei die Samtgemeinde bei der Festlegung des Grundstückspreises unabhängig, „und wir hoffen, dass dann schon beim Verkauf der Flächen ein, zwei Euro für uns übrig bleiben“. In den ersten beiden Bauabschnitten hatte der Quadratmeterpreis bei günstigen 30 Euro gelegen.

Pandemie lässt Gewerbesteuer schrumpfen

Zahlreiche neue Arbeitsplätze hat der Gewerbepark Eichholz bereits für die Region gebracht, auch das Gewerbesteueraufkommen steigt stetig an. Während die angesiedelten Unternehmen in den ersten Jahren noch hohe Investitionskosten steuerlich geltend machen konnten, klingelt es mehr und mehr in der Kasse der Samtgemeinde, in die die Gemeinde Marschacht, zu der Eichholz gehört, die Erlöse weiterleitet.

„In den letzten paar Jahren hat sich das Gewerbesteueraufkommen Jahr für Jahr jeweils verdoppelt“, freut sich Verwaltungschef Roth. Erst durch die Coronapandemie wurde dieser Trend gestoppt: Während für das laufende Jahr 120.000 Euro an Gewerbesteuer fließen, sind für das kommende Jahr 80.000 Euro im Haushalt angesetzt.

1,7 Millionen Euro im Haushalt bereitgestellt

Für die Erschließungsarbeiten des dritten Bauabschnitts sind in den Haushalt der Samtgemeinde für das nächste Jahr 1,7 Millionen Euro eingestellt, noch einmal die gleiche Summe als „Verpflichtungsermächtigung“, die genutzt werden könnte, wenn der Verkauf der Grundstücke so gut läuft, dass das ganze Areal in einem Zuge erschlossen werden soll. Bürgermeister Rolf Roth ist zuversichtlich, dass auch der dritte Bauabschnitt gut nachgefragt sein wird: „Anfragen von Unternehmen liegen bereits vor.“

Von Ingo Petersen