Im Juni hatten vermutlich drei Täter den Geldautomaten am Bahnhof gesprengt. Eine Fahndung blieb erfolglos. Foto: A/be

Nach Sprengung: Sparkassen-Automat wieder in Betrieb

Lüneburg. Vier Monate nach der Sprengung eines Sparkassen-Geldautomaten am Lüneburger Bahnhof nimmt das Geldinstitut die Anlage heute wieder in Betrieb. Vorausgegangen seien aufwändige Instandsetzungsarbeiten, sagt Sparkassen-Sprecherin Angela Meyer. „Der von uns angemietete Raum musste vollständig wiederaufgebaut werden. Dazu zählen unter anderem Maurer- und Elektroarbeiten sowie die Installation der Sicherheitsvorkehrungen.“

Im Juni hatten vermutlich drei Täter den Automaten, der in der Außenfassade des Fahrradparkhauses an der Bahnhofszufahrt installiert ist, am frühen Morgen gesprengt und sich dabei auch von Pendlern und wartenden Taxifahrern nicht stören lassen. Sie erbeuteten einen höheren Geldbetrag und flüchteten in einem dunklen Fahrzeug mit Bremer Kennzeichen, die kurz zuvor im Umfeld entwendet worden waren. Eine Fahndung blieb erfolglos, die Polizei entdeckte lediglich an der Autobahn 39 kleine Teile des Geldautomaten, die die Täter wahrscheinlich aus dem Fahrzeug geworfen hatten. Der Sachschaden belief sich auf rund 55.000 Euro.

Die Ermittlungen hat mittlerweile eine Sonderermittlungsgruppe der Zentralen Kriminalinspektion übernommen, die sich auf Bandenkriminalität spezialisiert hat. Denn das professionelle Vorgehen der Automatensprenger lässt darauf schließen, dass die Täter zu überörtlichen Gruppierungen gehören. „Wir arbeiten bei den Ermittlungen mit Polizeien anderer Bundesländer zusammen“, erklärt Lüneburgs Polizeisprecher Kai Richter. tm