Die Sorge vor weiter zunehmendem Lärm durch die künftige A39 treibt die Anwohner der Ostumgehung seit Jahren um. Foto: t&w

Stadt setzt weiter auf Tunnelverlängerung

Lüneburg. Die Stadt hält an ihrer Forderung nach einer Tunnelverlängerung beim Bau der A39 fest. Sie stehe zum Bau der Autobahn, verbunden mit einem bestmöglichen Lärmschutz der Anwohner, heißt es dazu in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. „Dazu gehört auch die Verlängerung des Tunnels im Bereich Lüneburg-Moorfeld“, stellt Oberbürgermeister Ulrich Mädge klar.

Die Verwaltung reagiert damit auf einen LZ-Artikel, in dem unter anderem über die Stellungnahme der Stadt bei der Online-Konsultation im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens berichtet wurde. Dabei war aufgefallen, dass die Verwaltung Entgegnungen der Landesstraßenbaubehörde zur Forderung der Stadt nach einer Tunnelverlängerung anders als bei anderen Punkten nicht mehr widersprochen hatte.

Auch andere Formen des Lärmschutzes sind im Gespräch

In der Leserschaft hatte dies zu entsprechenden Reaktionen geführt. In zahlreichen Leserbriefen wollten vor allem Anwohner des betreffenden Autobahnabschnitts wissen, ob die Stadt weiterhin zu ihrer Forderung nach einer Tunnelverlängerung stehe. Dies hatte sie zuletzt am 31. August im Begleitausschuss der Stadt erklärt, zugleich aber deutlich gemacht, dass sie mit der Landesstraßenbaubehörde auch über andere Formen des Lärmschutzes spreche, sollte es nicht zu einer Tunnelverlängerung kommen.

„Es bleibt bei unserer Forderung“, versichert Verkehrsdezernent Markus Moßmann. „Wir haben im Online-Konsultationsverfahren eindeutig formuliert, dass wir unsere Stellungnahmen im bisherigen Planfeststellungsverfahren vollumfänglich aufrechterhalten.“

Warum die Stadt dennoch nicht auf die Entgegnung der Landesstraßenbaubehörde einging, obwohl die Tunnelverlängerung seit Jahren ein heftig diskutiertes Thema ist, erklärt Moßmann damit, dass die Stadt in ihrer jetzt abgegebenen Stellungnahme als Trägerin öffentlicher Belange „zu einzelnen Aspekten Stellung genommen“ habe.

Auch dürften die jetzt abgegebenen Einwendungen und die Stellungnahme nicht isoliert betrachtet werden, sondern seien im Zusammenhang mit den Dokumenten aus dem Jahr 2012 zu sehen. Damals hatte die Stadt bei einem vorangegangenen Planfeststellungsverfahren bereits die Tunnelverlängerung gefordert.

Von Ulf Stüwe