Das Orga-Team der Wandelwoche: Norbert Bernholt, Sara Schulte, Matthias Skorning, Horst Jäger und Felicitas Oszwald (v.l.). Foto: t&w

Die vierte Wandelwoche beginnt

Lüneburg. Die Wandelwoche startet ihre vierte Auflage. Sie läuft vom 24. Oktober bis zum 1. November und bildet einen Rahmen für über 30 Veranstaltungen, Vorträge, Filme, Podiumsdiskussionen und Aktionen in Lüneburg. Ziel der Themenwoche ist ein gesellschaftlicher Wandel hin zu einem guten Leben für alle – ein Umdenken, durch das soziale Ungleichheiten korrigiert und die Natur und das Klima nicht weiter angegriffen werden.

„In Lüneburg gibt es bereits viele Organisationen und Initiativen, die zu unserem Thema arbeiten, bei der Wandelwoche können sie sich aber noch besser vernetzen. Und so ein gemeinsamer Auftritt hat dann auch mehr Wirkung, da ist der Rückhalt größer“, sagt Horst Jäger aus dem Organisationsteam der Wandelwoche. Hervorzuheben sei der Mix aus Veranstaltungen, aus denen Besucher den ein oder anderen nachhaltigen Gedanken mitnehmen könnten sowie den Aktionen, in denen ganz praktische Ideen vorgestellt würden, etwa Reinigungsmittel selbst herstellen oder plastikfrei Einkaufen.

"Wandel kann Spaß machen"

„Wandel kann auch Spaß machen, da muss nicht jeder nur mit hängenden Mundwinkeln und Birkenlatschen herumlaufen“, sagt Jäger. Ihm sei klar, dass Wandel aus der Gesellschaft heraus beginnen müsse. Jedes Jahr ein bisschen mehr. „Als wir vor vier Jahren mit der Wandelwoche begonnen haben, kannte man quasi noch jeden Besucher beim Vornamen. Das waren dann oft die Leute, die sich eh schon mit dem Thema beschäftigt haben. Aber es kommen jedes Jahr neue Leute dazu“, sagt Jäger.

Teamkollege Norbert Bernholt ergänzt: „Wir wollen vor allem auf Bürgerbeteiligung setzen und dabei alle einbinden“. Eine Aktion sei daher auch ein Gespräch mit Jugendlichen. Was treibt sie an, welche Bedingungen knüpfen sie an die Rettung ihrer Zukunft. Auch ein Workshop zum Thema „Demokratie ohne Ausgrenzung“ soll helfen, bei der Bürgerbeteiligung nicht nur eine gebildete Mittel- und Oberschicht mit einzubeziehen.

Vom Wandel können alle profitieren

„Wandel bringt nur etwas, wenn er in allen Bereichen stattfindet. Gesellschaft, Mobilität, Wohnen, Klima – es muss ineinandergreifen. Und dann ist Wandel etwas, von dem wir alle profitieren können“, sagt Bernholt. Die Wandelwoche wird vom Zukunftsrat veranstaltet. Die Aktionen der Wandelwoche sind für Besucher kostenfrei – um eine Spende wird jedoch gebeten. Bis zum 29. Oktober kann übrigens täglich ein Blick auf die Ausstellung „Bilder einer solidarischen Gesellschaft“ im Glockenhaus geworfen werden, die Alternativen zur gängigen Wirtschaftsweise aufzeigt. Es geht dort um Positivbeispiele.

Das ganze Programm der Wandelwoche finden Sie unter www.zukunftsrat-lueneburg.de. Und die wichtigsten Termine jeden Tag in der LZ.

Von Laura Treffenfeld