Jungwirth Rote Rosen
Antonia Jungwirth in einer kurzen Pause beim Dreh des neuen Vorspanns am Stint: Lüneburg gefällt der Schauspielerin gut – auch wegen der vielen Cafés. Foto: Michael Behns

Rote Rosen: Antonia Jungwirth ist ab kommenden Dienstag zu sehen

Lüneburg. Der gute Ruf war schon bis zu ihr vorgedrungen, da war noch gar nicht klar, dass es tatsächlich was wird für sie mit einem Engagement bei den Roten Rosen. Thore Lüthje – er spielt in der ARD-Serie die Rolle des Simon Dahlmann – habe ihr von „der guten Stimmung am Set und den ausnahmslos netten Kollegen“ erzählt. Beide kennen sich aus Hamburg, dort hatten sie vier Jahre lang gemeinsam Schauspiel studiert.

Antonia Jungwirth hat sich bei ihrem Kommilitonen von damals informiert, wie die Arbeitsbedingungen in Lüneburg denn so sind. Sie hörte von ihm nur Gutes. „Das hat mir Mut gemacht“, sagt sie heute. Und kann jetzt, da sie selbst ihre ersten Drehs in ihrer neuen Wahlheimat hinter sich hat, die positiven Eindrücke nur bestätigen.

Jungwirth spielt Sara Herzberg

Die 27-Jährige schlüpft in die Rolle Sara Herzberg. „Sie ist sehr lebensfroh und unbeschwert“, sagt die gebürtige Frankfurterin. Sara ist die Halbschwester von Mona, einer der beiden neuen Hauptdarstellerinnen der gerade begonnenen 18. Staffel. Mit ihr und Andreas bildete sie bis dato eine gut funktionierende Familie, ihre leiblichen Eltern hat sie nie vermisst. Monas Vater hatte – damals völlig überfordert – die kleine Sara nach dem Tod ihrer Mutter Mona übergeben.

Aus Sara ist eine selbstsichere junge Frau geworden, deren Lachen jeden einnimmt. Sie hat in Münster eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht, besucht nun ihre Halbschwester in Lüneburg. Dort gefällt es ihr so gut, dass sie bleibt. Sie zieht zu ihrer Halbschwester ins Rosen-Haus, bekommt einen Job im Krankenhaus. Als ihr leiblicher Vater auftaucht, gerät ihre heile Welt aus den Fugen. Auf dem Bildschirm zu sehen ist Sara Herzberg ab Dienstag, 27. Oktober.

Parallel zu den Fernsehdrehs schreibt sie Masterarbeit

Für Antonia Jungwirth ist die Rolle bei den Roten Rosen das erste langfristige Engagement fürs Fernsehen. Erste Erfahrungen vor der Kamera hatte sie in der Serie WaPo Bodensee gesammelt. Zuletzt war sie am Theater in Konstanz beschäftigt. „Ich bin super froh, dass ich nach zwei Jahren Theater dort jetzt mal was ganz anderes machen kann. Nicht, dass mir das keinen Spaß gemacht hätte, aber es ist ja auch die Abwechslung, die unseren Beruf ausmacht. Man kann so viele verschiedene Sachen ausprobieren und immer dazu lernen – hier am Set zum Beispiel gerade, was die Arbeitsabläufe einer solchen Serienproduktion und das Spiel mit der Kamera angeht.“

Die vielen Drehs, das Lernen der durchaus umfangreichen Textpassagen – das allein würde den Tag schon gut ausfüllen, doch der Rosen-Neuzugang hat quasi als Bonus ganz nebenbei noch eine anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen: „Ich schreibe gerade meine Masterarbeit, denn ich habe auch Germanistik und Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert“, verrät die Hessin im LZ-Gespräch. Zwar sei für sie schon früh klar gewesen, dass sie Schauspielerin werden wolle, „aber ich habe mich lange dagegen gewehrt und mir gedacht, ich mache vielleicht doch lieber was einigermaßen Vernünftiges“, erzählt sie mit einem Lächeln. Letztlich aber setzte sich doch ihre innere Leidenschaft durch, zumindest hat sie so nun aber ein zweites Standbein.

"Ich trinke wirklich sehr, sehr gerne Kaffee"

Bei all dem Pensum überrascht es, dass dennoch hier und da ein wenig Zeit bleibt, die neue Heimat kennenzulernen. Auf dem Kalkberg war sie zum Beispiel schon. „Dort finde ich es sehr schön, gerade jetzt im Herbst. Und meine Mutter hat mich gerade besucht, wir sind gemeinsam durch die schöne Innenstadt geschlendert.“ Dort hat sie auch schon das eine oder andere Café für sich entdeckt: „Denn ich trinke wirklich sehr, sehr gerne Kaffee. Da trifft es sich gut, dass Lüneburg in der Hinsicht ein breites Angebot hat.“

Von Alexander Hempelmann

Rote Rosen: Endlich mal nicht der Bösewicht

Der Trailer zur 18. „Rote Rosen“-Staffel

Rote Rosen: Unverschämt, aber mit Überzeugung