Das Lüneburger Rathaus
Auch im Rathaus gibt es Einschränkungen wegen des Coronavirus. Foto: t&w

Corona führt zu Einschränkungen im Rathaus

Lüneburg. Die Verwaltungsspitze stimmte am Dienstagabend Kommunalpolitik und Öffentlichkeit auf Einschränkungen in eigener Sache angesichts der aktuellen Corona-Situation ein. Ganz augenfällig: Seit dieser Woche gilt in allen städtischen Gebäuden die Maskenpflicht. Nur an ihrem Arbeitsplatz dürfen Bedienstete derzeit ohne Mund-Nasen-Schutz arbeiten. Aber auch das würde sich ändern, sofern die Zahl der Neuinfektionen im Landkreis über den Wert von 35 (je 100000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) steigt, erläuterte die Erste Stadträtin Gabriele Lukoschek vor dem Stadtrat.

30 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Homeoffice

Derzeit werde derzernatsweise organisiert, dass 30 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Homeoffice aus arbeiten. Bei einem Sieben-Tage-Inzidenzwert werde, je nach Situation, zu entscheiden sein, ob einzelne Bereiche für den Publikumsverkehr schließen. Zudem werde es dann keine Dienstreisen mehr geben, die internen Besprechungen würden dann auf das Nötigste beschränkt. Lukoschek: "Wir beobachten jetzt von Woche zu Woche die Entwicklung."

Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) blickte zudem voraus: "Je nach Entwicklung der Pandemie werden wir nicht alle Dienstleistungen so erbringen können wie gewohnt." Spätestens im Januar werde die Verwaltungsspitze auf den Prüfstand stellen, was wie möglich ist. Mädge: "Wir sind eine publikumsorientierte Verwaltung. Da hat es Auswirkungen, wenn 30 Prozent nicht am Platz sein können." Dies könne aus Konsequenzen für die Ratsarbeit haben, deutete der Oberbürgermeister an. "Wir werden versuchen, den Laden in Betrieb zu halten", versprach er salopp. Dies könne jedoch schwierig werden, wenn sich Corona-Fälle auch in der Verwaltung häufen sollten.

Trotz der Situation weiterhin physische Treffen

Das kommunalpolitische Leben, das in den nächsten Wochen von intensiven Beratungen über den Haushalt für 2021 geprägt sein wird, soll indes weitergehen. "Wir sollten versuchen, so oft wie möglich physisch zu tagen", betonte der OB und kündigte an, dies in Absprache mit den Ausschussspitzen zu entscheiden.

Unter diesen Umständen werde es schwierig, bei einer Bitte des Landkreises um Amtshilfe nachzukommen, erläuterte Ordnungsdezernent Markus Moßmann. Bei Schwerpunktkontrollen sei dies "vereinzelt" aber möglich.

Von Marc Rath