Verdienen Reinigungskräfte genug? Symbolfoto: t&w

Zu wenig Lohn fürs Reinigen?

Lüneburg. Sie halten Krankenhäuser sauber, reinigen Schulen, desinfizieren Büros: Die rund 1600 Reinigungskräfte im Landkreis Lüneburg haben durch die Corona-Pandemie besonders viel zu tun. Doch trotz gestiegener Belastungen könnte ihnen eine spürbare Lohnerhöhung verwehrt bleiben, warnt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in einer Pressemitteilung. In der laufenden Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk hätten die Arbeitgeber bislang „kein akzeptables Angebot“ vorgelegt.

Erhöhte Ansteckungsgefahr während der Pandemie

„Wenn nun die Infektionszahlen wieder steigen, setzen sich gerade auch Reinigungskräfte einer erhöhten Ansteckungsgefahr aus. Ihre Arbeit ist dabei unverzichtbar“, sagt Matthias Maurer, Bezirksvorsitzender der IG BAU. Für ihren Einsatz hätten sie mehr Anerkennung verdient.

Geht es nach den Arbeitgebern, soll der Einstiegsverdienst von 10,80 Euro pro Stunde ab kommendem Jahr um lediglich 20 Cent auf 11 Euro angehoben werden. „Das liefe für die Beschäftigten fast auf eine Nullrunde hin­aus“, kritisiert Maurer. Die Gewerkschaft fordert ein Plus von 1,20 Euro pro Stunde. Außerdem soll es erstmals ein verpflichtendes Weihnachtsgeld geben. Die Tarifverhandlungen zwischen der IG BAU und dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks gehen am 3. November weiter. lz