Eigentlich wollten Christian Müller(l.) und Axel Bornbusch das zehnjährige Bestehen des Salon Hansen im Mai groß feiern, als Ersatz gabs das Digitalformat "Die Salon Hansen Show". Foto: A/t&w

Rat steht hinter dem „Salon Hansen“

Lüneburg. Der Salon Hansen im Vierorten-Haus bereichert seit zehn Jahren die Lüneburger Kulturlandschaft mit einem vielfältigen Angebot und einem einzigartigen Konzept. Bei der Umsetzung des Programms habe sich der Betreiber, die ClubKulturWerke GmbH, außerdem besonders der Nachhaltigkeit verpflichtet gesehen und soziale sowie ökologische Kriterien berücksichtigt, machte Birte Schellmann im Rat der Stadt deutlich.

Deshalb bat sie um die Unterstützung der Politik, um die Einrichtung zu erhalten. Die votierte einstimmig dafür, dass für den Salon Hansen im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung ein nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro zur Verfügung gestellt wird.

Stadt hat großes Interesse am Fortbestand

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die ClubKulturWerke GmbH das Szene-Lokal schließen und konnte aufgrund der Verordnungen den Betrieb nicht wieder aufnehmen. Die großen finanziellen Einbußen zwingen nun den Betreiber, das Unternehmen zum Jahresende zu liquidieren. Würde das Format „Salon Hansen“ nicht am jetzigen Standort gehalten werden können und kein zukunftsfähiges Konzept aufgestellt werden, „würde dies ein großes Loch in die Lüneburger Kulturszene reißen“, hatte die Verwaltung in ihrer Vorlage betont. Die Stadt habe großes Interesse am Fortbestand.

Perspektivisch soll ein Verein den Salon Hansen betreiben, mit dem die Stadt ein neues Konzept gestalten will. Das Geld sei wichtig als Mietabsicherung für ein halbes Jahr, erklärte Oberbürgermeister Ulrich Mädge im Rat. as