Corona-Regeln
Die Corona-Ampel des Landes ist am Montagvormittag auch im Landkreis Lüneburg auf Rot gesprungen. (Symbolfoto: Adobe Stock)

Ampel auf Rot – was ist erlaubt, was nicht?

Lüneburg. Mit mehr als 30 Neuinfektionen am Wochenende sorgt das Coronavirus im Landkreis Lüneburg derzeit für ein sehr starkes und dynamisches Infektionsgeschehen: Die Corona-Ampel des Landes ist dadurch am Montagvormittag offiziell auf Rot gesprungen – ein wichtiges Signal für Bürger und Behörden, die Situation ernst zu nehmen und Infektionsschutz-Maßnahmen streng einzuhalten. Nur so kann die Verbreitung des Virus wieder verlangsamt und unter Kontrolle gehalten werden.

Für das Gesundheitsamt ist es dabei besonders wichtig, dass es alle Kontakte der Infizierten ermitteln und diese bei Bedarf unter Quarantäne setzen kann. „So unterbrechen wir die Infektionsketten sehr schnell und effektiv“, sagt Landrat Jens Böther. Zuletzt gab es im Zusammenhang mit den neuen Fällen sehr viele Kontaktpersonen – bei der Arbeit, aber auch durch zahlreiche Freizeitaktivitäten. Jede einzelne Kontaktperson muss von den Mitarbeitenden im Gesundheitsamt kontaktiert werden. „Vor diesem Hintergrund bin ich froh, dass mit der neuen Verordnung heute die Kontaktbeschränkungen in Kraft getreten sind“, so der Landrat. „Wenn jeder Einzelne von uns weniger Menschen trifft und sich an die Regeln hält, sollten die Infektionszahlen wieder sinken. Meine Bitte daher: Bleiben Sie zu Hause, wann immer es geht.“

Was ist erlaubt, was nicht?

Die aktuellen Corona-Regeln im Landkreis Lüneburg:

Mund-Nasen-Schutz:

  • In der Lüneburger Innenstadt müssen die Menschen montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
  • Im Unterricht gilt für Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse eine Maskenpflicht.
  • Wie bisher muss in den meisten öffentlich zugänglichen Räumen wie im Einzelhandel, in Bus und Bahn, Arztpraxen, Verwaltungen etc. eine Maske getragen werden.
  • Kann der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden, soll generell immer eine Maske getragen werden.

Treffen und Begegnungen:

  • Kontakte sollen auf ein Minimum reduziert werden.
  • Treffen im privaten und im öffentlichen Raum sind grundsätzlich nur noch mit bis zu zehn Menschen aus zwei Haushalten möglich. Es gibt hier einzelne Ausnahmen.
  • Touristische Übernachtungen sind nicht erlaubt, Dienstreisen hingegen schon.
  • Religiöse Treffen einschließlich Trauungen, Beerdigungen, Firmungen etc. sind unabhängig von der Teilnehmerzahl zulässig, wenn es ein nachvollziehbares Hygienekonzept gibt, das die Details regelt.

Geöffnet sind:

  • Schulen, Kitas, Groß- und Einzelhandel, Friseursalons

Geschlossen sind:

  • Gastronomiebetriebe (Ausnahme: Abhol- und Bringdienste sind erlaubt)
  • Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Theater, Konzerthäuser, Kinos, Museen, Bibliotheken, Tierparks, Saunen, Solarien, Spielhallen, Bordelle, Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoostudios

Veranstaltungen:

  • Weihnachtsmärkte finden im November nicht statt.
  • Veranstaltungen im öffentlichen Raum mit sitzendem Publikum sind mit nicht mehr als 50 Besuchern zulässig. Veranstaltungen mit zeitweise stehendem Publikum können auf Antrag genehmigt werden.

Sport:

  • Fitnessstudios und Schwimmbäder sind geschlossen.
  • Mannschaftssport ist nicht erlaubt, Individualsport wie Joggen oder Tennis hingegen schon.
  • Profisport findet ohne Zuschauer statt.

Detaillierte Erklärungen zu den einzelnen Punkten mitsamt allen Ausnahmeregelungen finden Sie in der Verordnung unter www.landkreis-lueneburg.de/corona – Stichwort: Gesetzliche Regelungen. lz

Dazu passt:

In diesen Straßen gilt die Maskenpflicht