(Symbolfoto: t&w)

Adventszeit gemeinsam gestalten

Lüneburg. Seit 22 Jahren gibt es den begehbaren Adventskalender der Kirchengemeinde Lüne. Auch in Corona-Zeiten soll diese kleine Tradition aufrechterhalten werden – nur etwas anders als sonst.

Deswegen haben sich die neun Frauen vom Organisationsteam ein Konzept überlegt, bei dem die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können. „Nachbarn, die sich vor den Haustüren treffen, gemeinsam singen, Geschichten lauschen und Keksteller herumrumreichen, das geht zu Coronazeiten leider nicht,“ sagt Mitorganisatorin Henrike Wilhelm. Deshalb nun eine andere Form: Wer beim begehbaren Adventskalender mitmacht, dekoriert ein Fenster, seinen Vorgarten, sein Carport oder Balkon. „Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt,“ sagt Tanja Wetzel. „Das können Lichterketten sein, biblische Darstellungen, Installationen, Scherenschnittbilder oder was den Nachbarn sonst noch einfällt.“ Wichtig sei nur, dass die Installation gut von der Straße aus zu sehen ist und beleuchtet wird.

Fotos und kleine Videoclips

Jeden Tag bei Einbruch der Dämmerung wird dann in den Vierteln Dichtersiedlung & Erbstorf, Ebensberg, Hanseviertel und Lüne/Moorfeld jeweils ein weiteres „Adventskalender-Fenster“ enthüllt, Spaziergänger können es dann jederzeit besuchen. An diesem neu enthüllten Fenster steht dann auch eine Laterne mit einer Kerze der Kirchengemeinde Lüne. Die wandert am nächsten Tag dann zur nächsten Adresse. Wann welches Fenster dran ist, kann man nachlesen unter www.luene.wir-e.de im Netz. Auf der Seite werden auch Fotos und kleine Videoclips der einzelnen Installationen veröffentlicht – ein virtueller Adventskalender aus der Nachbarschaft. „Ich freue mich schon jetzt auf die abendlichen Spaziergänge durch die Viertel,“ sagt Mitorganisatorin Melanie Krüger. lz