Mehr Platz fürs Rad: Der erste Bauabschnitt an der Dahlenburger Landstraße zwischen Akazienweg und der Walter-Bötcher-Straße ist fertig. (Foto: Hansestadt Lüneburg)

Radfahrer dürfen Noten vergeben

Lüneburg. Wie fahrradfreundlich ist Lüneburg? Macht Radfahren hier Spaß oder bereitet es eher Stress? Das soll der „Fahrradklima-Test“ klären. Aktuell und noch bis zum 30. November läuft die bundesweite Umfrage von ADFC-Clubs und Bundesverkehrsministerium. Bis Dienstag haben für Lüneburg 406 Radler teilgenommen, teilt Burkhard von Roeder, Vorstandsmitglied des hiesigen ADFC mit. Beim bislang letzten Fahrradklima-Test 2018 hatte Lüneburg lediglich die Note 3,8 erhalten.

Größere Projekte lassen auf sich warten

Der Test soll helfen, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen. Burkhard von Roeder sagt: „Die Stadt hat das Angebot für den Radverkehr durchaus verbessert, zum Beispiel auf der Friedrich-Ebert-Brücke, Am Graalwall und An der Buchholzer Bahn. Größere Projekte wie sie in der Radverkehrsstrategie 2025 enthalten sind, lassen jedoch weiter auf sich warten. Der marode Radweg an der Dahlenburger Landstraße beispielsweise lässt sich zwar nach der kürzlich ausgeführten Sanierung gut befahren. Mit 1,60 Metern Breite bleibt er jedoch weiterhin deutlich unter dem für Hauptrouten mit hoher Radfahrverkehrsstärke (Pendler, Schüler) empfohlenen Mindestmaß von 2 Metern. Es können sich weder einzelne Radfahrer noch Lastenräder und Räder mit Kinderanhängern gegenseitig überholen – es sei denn, sie weichen rechtswidrig auf den Gehweg aus.“ lz

Die Teilnahme ist möglich auf www.fahrradklima-test.adfc.de.