(Symbolfoto: A/t&w)

Arbeitsmarkt: Lockdown noch nicht ablesbar

Lüneburg. Der Lockdown light hat den Arbeitsmarkt in der Region nicht zusätzlich gebeutelt, doch die Auswirkungen der Corona-Krise sind deutlich abzulesen. Im Bereich der Arbeitsagentur Lüneburg-Uelzen waren 16.595 Menschen arbeitslos, entsprechend einer Quote von 5,3 Prozent. Zum Vergleich: In Niedersachsen liegt die Arbeitslosenquote bei 5,7 Prozent, im Bund bei 5,9 und im Landkreis Lüneburg bei 6,1 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 21,6 Prozent (Quote November 2019: 4,4 Prozent). „Eine rückläufige Arbeitslosenzahl von Oktober auf November ist saisonal üblich und diese Entwicklung zeigte sich ebenfalls im aktuellen Jahr, wenn auch auf pandemiebedingt höherem Niveau“, so Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Agentur für Arbeit. In den kommenden Wochen dürfte der Arbeitslosenbestand allerdings steigen: „Im Winter steigt die Arbeitslosigkeit saisonbedingt und auch dieses Jahr wird darin wahrscheinlich keine Ausnahme bilden“.

Warnzeichen: leicht sinkender Bestand freier Stellen

Ein Warnzeichen ist der leicht sinkende Bestand angegebener freier Stellen: 4439 (-31).

Mit der im Mai realisierten Kurzarbeit wurden nun für einen weiteren Monat unter Corona-Zeichen die Zahlen veröffentlicht. Im Mai wurde in 3459 Betrieben von 23.053 Beschäftigten kurzgearbeitet. Im Landkreis Lüneburg arbeiteten 8244 Beschäftigte in 1080 Betrieben in zeitlich abgespeckter Form.

Statistisch werden zu den Kurzarbeitenden diejenigen gezählt, die in der Region leben und arbeiten und jene, die hier arbeiten, aber außerhalb wohnen. Nicht in der hiesigen Statistik tauchen allerdings die Tausende Arbeitnehmer auf, die hier leben, aber anderswo – etwa in Hamburg – arbeiten und dort auf Kurzarbeit gesetzt wurden.

Bis zum 25. November wurde in 412 Anzeigen für 3241 Menschen Kurzarbeit beantragt (Landkreis Lüneburg: 145 Anzeigen für 1250 Personen). Aber erfahrungsgemäß ist die tatsächliche Zahl meist geringer. jz

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