Andreas Gehrke
Andreas Gehrke ist der Bürgermeister der Gemeinde Amt Neuhaus. (Foto: Lippels/nh)

Zwischen Grenztürmen und Krippenneubau

Die Verwaltungschefs der Region blicken in die Zukunft. Heute: Andreas Gehrke.

Amt Neuhaus. Ich denke, für uns alle war dieses Jahr 2020 wirklich mehr als besonders, mit ganz vielen Einschränkungen und Veränderungen, die man so akzeptieren musste. Für 2021 ist es aber erstmal von zentraler Bedeutung, dass wir weiterhin die aktuelle Pandemie gut überstehen und bald wieder ein normales Leben ohne die Einschränkungen führen können. Welche Herausforderungen für die Bewältigung der Pandemie uns noch für das nächste Jahr als Kommune erwarten, kann noch keiner vorhersagen. Ich bin aber sehr guter Hoffnung, dass wir als Gemeinde weiterhin mit dem Landkreis Lüneburg mit unserem Landrat Jens Böther die Sache gemeinsam sehr gut bewältigen.

Wir haben als Kommune im nächsten Jahr vieles vor. Gerade im Bereich der Investitionen stehen einige große Projekte an. In diesem Jahr haben wir bereits dafür die Grundlagen gelegt. Um alle geplanten Projekte durchzuführen, muss natürlich ein genehmigter Haushalt vorliegen. Dieses ist bereits dank der sehr guten konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Rat bereits mit der Ratssitzung im November beschlossen worden. Somit können wir bereits Anfang Januar 2021 durchstarten.

Im Bereich der Grundschule sind wieder Investitionen geplant

Als größtes Projekt steht der Krippenneubau in Neuhaus an. Die Baugenehmigung liegt bereits vor und der Baubeginn ist zum Greifen nah. Damit können sich die Kinder auf eine wirklich sehr moderne und zeitgerechte Krippe in Neuhaus freuen. Seit einigen Jahren muss eine Krippengruppe im Container betreut werden. Als zweites wirklich großes Projekt steht der Neubau vom Gemeindebauhof an. Seit Jahren erfüllt das bisherige Gebäude nicht mehr die geforderten gesetzlichen Anforderungen und eine Sanierung ist wirtschaftlich nicht vertretbar. Das neue Gebäude einschließlich der Außenanlagen soll gleichzeitig auch als Standort für die örtliche Einsatzleitung der Feuerwehr genutzt werden. Diese Kombination hat sehr viele Vorteile und spart auch noch finanzielle Mittel, da ansonsten ein Anbau oder ein gesonderter Bau für die örtliche Einsatzleitung erforderlich gewesen wäre.

Auch im Bereich der Grundschule sind wieder Investitionen geplant. Es soll auf dem Sportplatz in Tripkau die Kurzlaufbahn mit anschließender Weitsprunganlage saniert werden. Aber auch an den Gebäuden stehen notwendige Sanierungsarbeiten an.

In 2020 sind endlich die Vorplatzgestaltung vor dem Haus des Gastes und die Sanierung des Amtsgerichtsgebäudes erfolgreich abgeschlossen worden. Nun steht noch die dringend notwendige Sanierung vom letzten Gebäude an, in dem unsere Bücherei untergebracht ist.

Start der offenen Kinder- und Jugendarbeit

Durch den Abschluss des Feuerwehrbedarfsplanes der Gemeinde Amt Neuhaus haben wir für die nächsten Jahre einen Maßnahmenplan beschlossen. In diesem Jahr wurde die erfolgreiche Durchführung von Ausschreibungen für zwei Großfeuerwehrfahrzeuge für die Ortswehren in Tripkau und Zeetze umgesetzt. Auch die erforderliche Außenanlage in der Ortsfeuerwehr Stapel wurde hergerichtet. Im nächsten Jahr stehen weitere notwendige Sanierungsarbeiten an den Gebäuden an und für die Ortswehr Niendorf steht die Fahrzeugersatzbeschaffung an.

Im touristischen Bereich stehen auch Änderungen an. Mit der Anmietung vom Hof Konau 11 durch die Sparkassenstiftung wollen wir als Gemeinde uns breiter für die Touristen aufstellen. Wir hoffen auch sehr, dass die von uns gestellten Förderanträge für die Sanierung der Grenztürme und die Nachnutzung von Erfolg sind. Dieses würde für die Region ein großer Gewinn sein.

Zum Schluss möchte ich noch auf unseren Start der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Neuhaus hinweisen. Wir haben einen sehr guten Anbieter gefunden und wir hoffen natürlich sehr, dass die Regelungen eine Öffnung der Einrichtung im nächsten Jahr zulassen.