Die Rad- und Fußwege an der Ecke Lindenstraße/Barckhausenstraße sind schon gesperrt. Foto: t&w

Montag legen die Bagger los

Lüneburg. Nächste Woche wird es laut und staubig, und die stillen Vorboten sind schon da: Absperrschranken und Schilder leiten Fußgänger und Fahrradfahrer um, Bauzäune werden aufgestellt und eine Schlauchbrücke muss noch errichtet werden. Für den Gebäudekomplex Lindenstraße 30, vielen bekannt als Bowlingcenter, hat die letzte Stunde geschlagen. Am Montag rücken die Bagger an und schaffen Platz für den geplanten dreigeschossigen Neubau.

Etwa vier Wochen wird es dauern, bis der 70er-Jahre-Bau am Eingang zum Roten Feld verschwunden ist. Am Montag liefern Tieflader zwei Kettenbagger an. Einer davon ist ein sogenannter Longfront-Bagger, dessen Ausleger insgesamt 29 Meter lang ist. Damit wird das Haus von oben nach unten abgetragen. „Der zweite Bagger räumt die Trümmer weg“, erklärt Bauleiter Jan-Heinrich Schuldt von der Vastorfer Abbruch- und Recyclingfirma Tirs.

Entkernt und frei von Schadstoffen

Das klingt nach einem überschaubaren Vorhaben, ist aber eine komplexe Angelegenheit, deren Planung und Vorbereitung schon vor zwei Jahren begonnen hat. Ein Abriss beginnt mit der Entkernung, erklärt Bauleiter Schuldt. „Dabei werden zum Beispiel Einbauten, Zwischenwände und Türrahmen entfernt, damit kein zersplittertes Holz im Bauschutt ist.“ Anschließend erstellen Gutachter ein Schadstoffregister, damit Schuldt und sein Team wissen, was sie erwartet. Alles, was schädlich ist, etwa Asbest, bestimmte Dämmstoffe und Leuchtstoffröhren, werden sorgfältig verpackt und entsorgt. Das alles ist bereits geschehen. „Das Gebäude ist jetzt im Rohbau-Zustand“, sagt Schuldt. Jetzt könne der maschinelle Abbruch beginnen.

Aber auch außerhalb der Baustelle gibt es einiges zu bedenken und vorzubereiten. Am Donnerstag hat die Verkehrssicherung begonnen. Während des Abbruchs sind die Wege direkt an der Baustelle gesperrt. Radfahrer und Fußgänger müssen deshalb in der Barckhausenstraße und an der Lindenstraße die Straßenseite wechseln. Auf die Barckhausenstraße wird dafür noch ein provisorischer Zebrastreifen geklebt. „Für Autofahrer“, sagt der Bauleiter, „gibt es keine Einschränkungen.“

Schlauchbrücke für das Bauwasser

Was noch fehlt, ist das Bauwasser, wie die Fachleute sagen. Damit die Umgebung nicht im Staub versinkt, wird die Baustelle feucht gehalten. Dazu wird ein Hydrant angezapft. Weil der aber auf der anderen Seite der Barckhausenstraße steht, muss jetzt noch eine Leitung über die Fahrbahn gelegt werden, eine sogenannte Schlauchbrücke.

Von Klaus Bohlmann

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