Freitag , 18. September 2020
Spatenstich mit (v.l.) Bauamtsleiterin Ilona Benecke, Bürgermeister Peter Rowohlt, Schulleiter Peter Schirrmacher sowie Andreas Oldenburg und Sebastian Witt (op.Architektenbüro). Foto: Samtgemeinde Ilmenau

Arbeiten in mehreren Abschnitten bis 2022

Melbeck. Die Grundschule Melbeck wird zur Ganztagsschule umgebaut. In der kommenden Woche starten die dafür notwendigen Um- und Anbaumaßnahmen. Die Bauzeit für das in mehreren Abschnitten geplante, rund 4,2 Millionen Euro teure Projekt beträgt drei Jahre. „Wir freuen uns, dass es jetzt los geht“, sagte Ilmenaus Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt.

Gemeinsam mit Bauamtsleiterin Ilona Benecke, Schulleiter Peter Schirrmacher sowie den Planern Andreas Oldenburg und Sebastian Witt vom beauftragten Lüneburger op. Architektenbüro nahm er den ersten Spatenstich auf dem Gelände vor. Die Samtgemeinde Ilmenau ist Bauherr. Für Rowohlt ist das Projekt an der Grundschule aber auch persönlich eine Herzensangelegenheit. Er ist dort zur Schule gegangen.

Am östlichen und westlichen Gebäudebereich entsteht zukünftig je ein Cluster mit vier Klassen- und zwei Gruppenräumen sowie einer fast 100 Quadratmeter großen Multi-Funktionsfläche in der Mitte der Räume. Diese Cluster oder „Lernhäuser“ setzen laut Rowohlt zurzeit den Trend beim Schulbau. Schon vor den Ferien hatten Schulleiter Peter Schirrmacher und sein Kollegium mit Umzügen von Klassen- und Materialräumen begonnen. „Wir brauchen beispielsweise in Zukunft keinen PC-Raum mehr und setzen auf mobile Endgeräte, die wir von Klasse zu Klasse mitnehmen können“, erklärte Schirrmacher.

Zuschüsse in Höhe von 550.000 Euro

Das neue Herzstück und Mittelpunkt der Schule wird die neue Mensa mit etwa 150 Quadratmetern Größe sein. Bei Veranstaltungen bietet sie Platz für bis zu 199 Kinder. „Im Mittagsbetrieb können mehr als 80 Mädchen und Jungen gleichzeitig ihr Essen einnehmen“, sagte Rowohlt. Die Mensa mit Ausgabeküche gehört zum ersten Bauabschnitt, ebenso wie der „Cluster Ost“. Beides soll im nächsten Sommer fertig sein. In den Osterferien 2021 starten die Arbeiten am „Cluster West“. Erst zu Ostern 2022 wird der letzte Bauabschnitt mit der Neugliederung des Mittelteils der Schule beginnen und die Werkräume sowie die Verwaltung neu strukturieren. „Durch die in mehreren Abschnitten unterteilte Maßnahme können wir den Schulbetrieb für die Lehrer und die gut 140 Kinder während der gesamten Umbauzeit sicherstellen und die Störungen durch die Bauarbeiten minimieren“, sagte der Verwaltungschef.

Die Kosten belaufen sich laut Rowohlt nach der jüngst erfolgten Vergabe der Gewerke auf etwa 4,2 Millionen Euro. Aus der Kreisschulbaukasse und kommunalen Investitionsprogrammen erhält die Kommune Zuschüsse in Höhe von 550.000 Euro. Im Zuge der Baumaßnahmen werden zudem energetische Sanierungen an der Deckenisolierung und der Beleuchtung vorgenommen.

Von Marcel Baukloh