Donnerstag , 22. Oktober 2020
Die Herderschule benötigt mehr Platz. Auf dem Vorplatz der Schule sollen voraussichtlich ab Anfang August Container als Ausweichklassenräume für den 13. Jahrgang aufgestellt werden. Foto: be

Baggern statt büffeln

Lüneburg. Während Schüler und Lehrer ihre Ferien genießen, wird in verschiedenen Lüneburger Schulen tüchtig gearbeitet. Die Stadt investiert einmal mehr Millionen in Sanierung und Ausbau. Ein Überblick zu den Maßnahmen:

Grundschule Lüne:

Der Abriss des Mitteltraktes soll zum Beginn des neuen Schuljahres beendet sein. Parallel dazu findet in der Grundschule Lüne eine Schadstoffsanierung im Bereich des Altbaus von 1955 statt. Zum einen werden im Musik- und Werkraum (Dachgeschoss) die asbesthaltigen Bodenbeläge und –kleber fachgerecht ausgebaut und entsorgt. Des Weiteren werden in Teilbereichen des vorhandenen Treppenhauses (Altbau von 1955) die asbesthaltigen Spachtelmassen fachgerecht von den Wänden entfernt und entsorgt. Auch diese Arbeiten sollen zum Schulstart beendet sein.

Die Baustellenzufahrt von der Bockelmannstraße wurde Anfang Juli bereits hergestellt. Mit den Erdarbeiten für den Neubau Mitteltrakt soll voraussichtlich am 1. September begonnen werden. Die Fertigstellung des neuen Mitteltraktes ist für Ende 2021 geplant. Die Containeranlage mit den Ersatz-Klassenräumen während der Bauzeit ist inzwischen möbliert, kann nach dem Ferienende in Betrieb gehen.

Die Gesamtkosten für den Neubau des Mitteltraktes liegen bei rund 4,7 Millionen Euro (Planung, Ausführung).

Grundschule Heiligengeist:

Sie ist Lüneburgs älteste allgemeinbildende Grundschule und besteht aus einem Haupt- und einem Nebengebäude. Beide sind als Einzeldenkmal geschützt. In insgesamt drei Bauabschnitten wird die gesamte Schule modernisiert und zur Ganztagsschule erweitert.

Im ersten Bauabschnitt wird das Nebengebäude an der Ritterstraße umgebaut. Im Inneren des Nebengebäudes an der Ritterstraße werden sämtliche Decken und Wände zurückgebaut. Ein bestehender Anbau an das denkmalgeschützte Nebengebäude wird vollständig abgebrochen, um Platz für den Neubau zu schaffen. Die Arbeiten für den Rückbau und Abbruch haben am Anfang der Sommerferien begonnen und sollen Anfang September abgeschlossen sein. Im Rahmen des Wiederaufbaus soll ein neuer Klassentrakt mit vier Klassenräumen und zwei Gruppenräumen entstehen, außerdem wird in der alten Sporthalle eine Mensa errichtet. Die Fertigstellung ist fürs erste Quartal 2022 geplant. Kosten: Rund 3,85 Millionen Euro.
Der Umbau des Hauptgebäudes soll in mehreren Bauabschnitten erfolgen, die Planung dazu steht noch aus.

Sporthalle Johanneum:

Hier sollen 1300 Quadratmeter Hallenboden ausgetauscht werden. Hier laufen derzeit letzte Abstimmungen mit der Schule und den zuständigen Fachbereichen der Hansestadt. Da der Bodenbelag möglichst emissions- und schadstoffarm sein soll, wird die Stadt bei der Auswahl des neuen Bodens gutachterlich durch das Bremer Umweltinstitut begleitet. Der Einbau ist im September geplant. Kosten für den neuen Boden: rund 70.000 Euro.

Herderschule:

Auf dem Vorplatz der Herderschule sollen voraussichtlich ab Anfang August Container als Ausweichklassenräume für den 13. Jahrgang aufgestellt werden. Zuvor müssen Arbeiten am Untergrund erfolgen. Vom Frühjahr 2021 bis Ende 2022 soll dann der Anbau der Herderschule aus dem Jahr 2004 um vier Klassenräume erweitert werden – um je zwei Räume pro Stockwerk. Die Fassadensanierung des Anbaus sowie die Sanierung der Toiletten im benachbarten Hauptgebäude sollen ebenfalls bis Ende 2022 fertiggestellt sein. Anschließend steht der Einbau von Aufzügen sowie die Sanierung von Aula und Vorplatz an.

Von Antje Schäfer