Sonntag , 20. September 2020

10-Jähriger von Transporter erfasst

Lüneburg/Dannenberg. Zu einem schweren Verkehrsunfall ist es am frühen Nachmittag in Dannenberg gekommen. Anders als die Polizei zunächst berichtetet hatte, erlitt ein zehn Jahre alter Junge dabei lebensgefährliche Verletzungen. Die Polizei hatte in ihrer ersten Meldung geschrieben, dass der Junge seinen Verletzungen erlegen sei. Auch den Straßennamen hat die Polizei inzwischen korrigiert.

Polizei-Sprecherin Antje Freudenberg sagte am Sonntag: „Wir werden den Ablauf intern noch einmal sehr genau aufbereiten, um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passieren kann. Wir bedauern den Fall natürlich außerordentlich.“

Der tragische Unfall hat am Sonnabend sich kurz vor 13 Uhr auf der B 191, die in Dannenberg Quickborner Straße heißt, ereignet. Die Polizei beschreibt den Hergang so: Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr ein VW Crafter auf der B 191 aus Richtung Dömitz, als ein bislang Unbekannter mit einem Wohnwagengespann aus Richtung Dannenberg kommend nach links in den Breeser Weg abbog.

Zeitgleich wollte der 10 Jahre alter Junge mit seinem Fahrrad die Bundesstraße überqueren, und zwar auf der Höhe eines Autohofs in Richtung Rotdornweg. Nach Angaben von Zeugen zögerte der Junge zunächst, trat dann mit seinem Rad hinter dem Wohnwagen auf die Fahrbahn der Bundesstraße, wo er dann von dem Transporter erfasst worden sei.

Der Junge erlitt der Polizei zufolge schwerste Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber habe ihn in eine Hamburger Klinik geflogen. Er befindet sich in kritischem Zustand.

An der Unfallstelle ist Tempo 80 erlaubt. Die Bundesstraße blieb während der Rettungsmaßnahmen und Unfallaufnahme bis zum Spätnachmittag teils voll gesperrt.

Die Insassen des Wohnwagengespanns werden als mögliche Zeugen gesucht und gebeten, sich mit der Polizei Lüchow unter 05841/122215 in Verbindung zu setzen. lz