Freitag , 25. September 2020
Zwischen Papageienweg und Bardowicker Weg entsteht ein neues Baugebiet mit 24 Grundstücken. Die Gemeinde setzt auf „nachbarschaftliche Verantwortung und Verkehrserziehung untereinander“ in der Parkplatzfrage. Foto: sel

„Verkehrserziehung untereinander“

Adendorf. „Einstimmig“ war das Wort des Abends bei der Sitzung des Adendorfer Ausschusses für Straßen, Verkehr und Grünflächen. Diese – vergleichsweise seltene – Einmütigkeit zeichnete sich bereits beim ersten Tagungsordnungspunkt ab. Einstimmig beschloss das Gremium den Bebauungsplan Nr. 44 Papageienweg, nachdem Heinrich-Martin Feuerbach vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Hanstedt die Plan- und Erschließungsstraßen, Gehwege, Parkplatzmöglichkeiten und Maßnahmen zur Regenwasserversickerung erläutert hatte.

24 Grundstücke bietet das Neubaugebiet im Norden des Ortes, in der Mitte sind auch Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Es soll über zwei Zuwegungen (Bardowicker Weg, Papageienweg) erreichbar sein. Die künftigen Bewohner, von denen einige zur Sitzung gekommen waren, müssen auf ihren Grundstücken zwei Parkplätze vorhalten. Ingenieur Feuerbach und Bürgermeister Thomas Maack (SPD) zeigten sich optimistisch, dass mangelnder Parkraum kein Problem sei. „Es handelt sich bei diesem Baugebiet um sozial bezahlbare Projekte“, machte Maack deutlich. Das künftige Miteinander solle „nicht so stark reglementiert werden“, so der Verwaltungschef, der auf die „nachbarschaftliche Verantwortung der zukünftigen Bewohner und die Verkehrserziehung untereinander“ setzt.

„Die Firmen sind voll mit Aufträgen“

Die vordinglichste Frage für die künftigen Bewohner: Wann können die Bauarbeiten losgehen? „Hoffentlich noch in diesem Jahr“, so Maack. Aber: „Die Firmen sind voll mit Aufträgen. Bislang ist noch kein einziges Angebot bei uns eingegangen.“

Einig wurde man sich auch bei der Frage der zu verbessernden Straßenbeleuchtung, da Markus Graff (ABAE/Die Linke) seinen Antrag zurückzog und sich dem Vorschlag der Gruppe SPD/Grüne anschloss, ebenso wie die Gruppe CDU/FDP. Und dieser Vorschlag sieht, so führte Bärbel Sasse (Grüne) aus, vor allem ein systematisches Vorgehen vor. Zunächst sollen am Poller Grüner Weg und in der Virchowstraße bessere Leuchtkörper angebracht werden. Das Problem: „Die alten Masten sind nicht hoch genug für die moderne Technik. Wir waren damals, als wir die Laternen erneuerten, schlecht beraten“, so Sasse. Bürgermeister Maack stellte klar: Es werden keine zusätzlichen Laternen errichtet, sondern die Lampenköpfe ausgetauscht.

Auch bei den Maßnahmen für den Kreuzungsbereich Moor­chaussee/ Im Gutspark/ An der Waage/ Scharnebecker Weg einigte sich der Ausschuss auf ein gemeinsames Vorgehen. Dem Landkreis sollen Alternativen zur Verkehrsberuhigung vorgelegt werden, die Rainer Dittmers (SPD) vortrug. Dazu gehört auch die Wiederherstellung der abknickenden Vorfahrtsstraße, die es hier bereits vor Jahren gegeben hatte.

Von Silke Elsermann