Wie geht es in Zeiten der Corona-Pandemie weiter mit traditionellen Veranstaltungen? Foto: ki

Bangen um den Martinimarkt

Dahlenburg. Wie geht es in Zeiten der Corona-Pandemie weiter mit traditionellen Veranstaltungen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Tourismus-, Kultur- und Entwicklungsausschuss der Samtgemeinde Dahlenburg. Besonders im Blick hatten die Mitglieder den 40. Dahlenburger Martinimarkt und die 36. Dahlenburger Kulturwoche im November. „Die Planungen für unseren Martinimarkt haben begonnen, doch ist vieles ungewiss“, sagte Samtgemeindebürgermeister Christoph Malt-zan (CDU).

Bis zum 31. Oktober sind auch Jahrmärkte noch verboten. „Unser Markt liegt am ersten Wochenende im November knapp dahinter“, so Maltzan. Mit dem Schaustellerverband habe er bereits gesprochen, Mitte September werde man wissen, „wird es was oder wird es nichts“. Sollten ab dem 1. November Feste stattfinden können, dann ist Dahlenburg vom 6. bis 8. November mit dabei. Dann müssten die Zugangsstraßen kontrolliert und zudem über einen Gebührenerlass für die Schausteller beraten werden. Maltzan erinnerte da­ran, dass zuletzt mit dem Standgeld das Feuerwerk bezahlt worden sei.

„Damit kann ich durchaus umgehen“

In einer lebhaften Diskussion herrschte Einigkeit, den Markt zu feiern – in welcher Form und Größe auch immer. „Er muss durchgeführt werden“, sagte Jens-Peter Finck (Grüne). Mit dem Erlass eines Teils der Standgebühren wolle man den Schaustellern entgegenkommen. „Damit kann ich durchaus umgehen“, erklärte Bürgermeisterin Christine Haut (CDU). „Wir machen den Markt ja nicht für uns, sondern für unsere Gemeinde und auch für die Schausteller“. Karin Baltz (CDU) ergänzte, dass bei einer großzügigen Regelung mehr Schausteller kämen und dadurch auch mehr Besucher. Die endgültige Entscheidung will der Ausschuss im September treffen. Einstimmig votierten die Mitglieder für den Vorschlag von Viktor Trautmann (aB) und Jens-Peter Finck (Grüne), anlässlich des 40. Jubiläums auf Standgelder in diesem Jahr zu verzichten.

Seit 36 Jahren gibt es die Kulturwoche, und sie ist mit ihrer Vielfalt unterschiedlicher Programme ein Highlight in der Samtgemeinde. Das wird im November wieder so sein. Wegen der Corona-Pandemie allerdings mit Abstrichen. So fällt auch die für den 13. November geplante Vorstellung der Ellringer Theatergruppe weg. Auf der Kippe stehen zudem das Konzert des Polizei-Orchesters und die Auftritte einiger Chöre. „Mit noch sechs Vorstellungen haben wir eine schöne, wenn auch abgespeckte Kulturwoche“, erklärte Markus Dauber, Kulturbeauftragter der Samtgemeinde. Angeregt wurde, dass der beliebte Folkabend im Bürger- und Kulturhaus an einem Tag zweimal stattfinden soll, um die Abstandsregeln einhalten zu können, und zwar um 17 und um 20 Uhr. „Wir müssen allerdings noch bei den Musikern nachfragen, ob sie das so mitmachen“, sagte Christine Haut.

Von Gudrun Kiriczi