Freitag , 30. Oktober 2020
Holten die Verleihung des Integrationspreises 2020 nach: Beiratsvorsitzende Ingrid Dziuba-Busch, KRASS e.V. Ortsverbandsleiterin Sandra Born, Vorstandsmitglied im Beirat Ernst Bögershausen, mosaique-Initiatorin Corinna Krome und Lucy Grimme, Vorstandsmitglied im Niedersächsischen Integrationsbeirat. Foto: Landkreis

Großer Preis in kleiner Runde

Lüneburg. Seit Jahren engagieren sie sich für Vielfalt und ein Miteinander von Kulturen und Religionen: Für diesen ehrenamtlichen Einsatz hat der Integrationsbeirat von Hansestadt und Landkreis Lüneburg nun jeweils eine Person und ein Projekt aus der Region mit dem Integrationspreis 2020 ausgezeichnet. Die Wahl fiel auf Corinna Krome vom mosaique – Haus der Kulturen sowie auf den Verein Krass, für den Ortsverbandsleiterin Sandra Born die Ehrung entgegennahm.

Im März war die Veranstaltung noch aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen, jetzt konnte der Integrationsbeirat die Gewinner in kleiner Runde doch noch ehren. Viele verschiedene Projekte und Personen waren für die Auszeichnung nominiert worden.

Rund 250 Ehrenamtliche engagieren sich im mosaique

Am Ende erhielt mosaique-Initiatorin Corinna Krome die Ehrennadel des Integrationsbeirats. Die Lüneburgerin hat mit dem Haus der Kulturen einen Ort der Begegnung geschaffen, an dem Menschen unterschiedlichster Generationen und Nationen sich aktiv beteiligen können. Aktuell engagieren sich im mosaique rund 250 Ehrenamtliche im Alter von sieben bis 94 Jahren. Corinna Krome bedankte sich beim Integrationsbeirat für die Ehrung und bei ihrem Team für den unermüdlichen Einsatz: „Das, was ich mache, wäre überhaupt nicht möglich ohne all die Menschen, die die ganze Zeit Arbeit in unsere Projekte stecken.“ Als sie per E-Mail von ihrer Auszeichnung erfuhr, glaubte sie zunächst an einen Scherz. Ihre Reaktion: „Ich glaube, ihr habt einen Fehler gemacht. Ich wurde doch gar nicht nominiert.“ Doch Corinna Krome wurde nominiert.

Genauso wie der Verein KRASS e.V. in der Kategorie „Projekt“. Seit 2016 leitet Sandra Born den Ortsverband in Lüneburg. Die Kunsttherapeutin führt mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedliche Projekte durch, um die Integration von geflüchteten Kindern in der Region zu fördern. Das tut sie mit ihrem mobilen Atelier. Sandra Born und ihr Team fahren in Unterkünfte und helfen Kindern und Jugendlichen, sich künstlerisch auszudrücken und damit sprachliche Barrieren zu überwinden.

Ein Scheck über 1000 Euro

„Wir besuchen die Kinder und machen kulturelle Ausflüge mit ihnen. Außerdem versuchen wir Begegnungsräume zu schaffen, neue Gemeinschaften zu bilden und die Kinder zu stärken – mit Kunst, aber auch mit Theater“, erklärte die Kunsttherapeutin den Anwesenden. Sandra Born bedankte sich im Namen aller Kinder und des gesamten Vereins für die Auszeichnung. Landkreis und Hansestadt Lüneburg stellten Krass einen Scheck über 1000 Euro aus.

Der Integrationspreis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal nach 2018 vergeben. Die Auszeichnung geht immer an eine besonders engagierte Person mit oder ohne Migrationshintergrund sowie an ein Projekt oder eine Initiative.

Verantwortlich für die Auswahl der Gewinner ist der gemeinsame Integrationsbeirat von Hansestadt und Landkreis Lüneburg.

Weitere Informationen zum Integrationsbeirat und zur Auszeichnung gibt es unter www.landkreis-lueneburg.de/integrationsbeirat.

Mehr dazu:

Ein Ziel, viele Wege

Wenn die Herkunft keine Rolle spielt

Ein Ort der Begegnung

Die Magie eines Mosaiks