Sonntag , 27. September 2020
Die schmalen Fußgängerwege in der Lünertorstraße lassen an einigen Stellen nicht viel Spielraum. Foto: Stadt

Die kniffelige Enge in der Altstadt

Lüneburg. Es ist ein Angebot von Politik und Verwaltung, um der durch die coronabedingten Einnahmeausfällen gebeutelte Gastronomie in der Stadt zu unterstützen: Möglichst unkompliziert sollen kostenlos mehr Tische und Stühle gestellt werden können. Doch nicht überall ist das so einfach möglich. So besteht der Wunsch mehrerer Gastronomen an der Lünertorstraße, zusätzliche Außengastronomie auf dem Gehweg und auf der Straße zu schaffen und dafür einen Teil der Straße für den Verkehr zu sperren.

„Dieses Anliegen wird von uns sorgfältig geprüft. Wir sind bemüht, hier zu einem schnellen Ergebnis zu kommen“, teilt die Verwaltung mit. Allerdings sei die Lünertorstraße eine wichtige und beliebte Fahrrad-Route, insbesondere für Pendler auf dem Weg zum Bahnhof. „Vor allem aber muss bei einer Prüfung die Erreichbarkeit des Wasserviertels durch Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr im Vordergrund stehen“, betont die Verwaltung auf LZ-Nachfrage.

Schmalen Fußgängerwege

Daher macht sie eine Genehmigung von einer Feuerwehr-Stellprobe abhängig, da die Lünertorstraße im historischen Wasserviertel ein wichtiges Einfallstor für die Feuerwehr im Brandfall ist. „Das gilt umso mehr, da durch die Baustelle in der Bardowicker Straße eine weitere Zufahrt nur eingeschränkt befahrbar ist. Wie wichtig es ist, dass diese Wege frei bleiben, hat der Brand des Lösecke-Hauses gezeigt“, betont Oberbürgermeister Ulrich Mädge.

Aufgrund der schmalen Fußgängerwege sei deren Nutzung durch Außengastronomie problematisch. „Hier muss bei einer Prüfung klar der Schutz der Passanten Vorrang haben vor dem Wohle der Gewerbetreibenden“, heißt es aus dem Rathaus. mr