Freitag , 18. September 2020
Landkreis Lüneburg steuert 100 000 Euro für die Sanierung des Eisstadions bei. (Foto: A/be)

100.000 Euro für das Eisstadion

Adendorf. Jetzt muss nur noch der Kreistag als höchstes Gremium des Landkreises Lüneburg zustimmen: Einstimmig sprach sich der Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung dafür aus, die Sanierung des Adendorfer Walter-Maack-Eisstadions mit 100 000 Euro zu fördern. Der Kreistag tritt am kommenden Montag, 13. Juli (16 Uhr, Kulturforum) zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

Die Gemeinde Adendorf hatte Ende vergangenen Jahres „ein Drittel, jedoch höchstens 300 000 Euro“ für die Sanierung beim Landkreis für die Sanierung des Eisstadions beantragt, auch aus der Kreispolitik kam dafür Unterstützung. Dass jetzt „nur“ 100 000 Euro fließen sollen, sieht Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack (SPD) trotzdem als „gutes Signal, das der Landkreis setzt“. Möglicherweise werde man im kommenden Jahr noch einmal einen Zuschuss­antrag stellen. „Das müssen wir in der Politik noch besprechen“, so Maack.

Insgesamt nutzen pro Jahr etwa 76 000 Gäste die öffentlichen Laufzeiten im Adendorfer Eisstadion. Davon kommen nur etwa elf Prozent aus Adendorf, die weitaus meisten aus dem Umland – etwa 18 Prozent aus Lüneburg, weitere aus dem gesamten Landkreis und darüber hinaus.

2,9 Tonnen Ammoniak

Schritt für Schritt geht es auch am Eisstadion selbst voran: Am Mittwoch, 22. Juli, wird der 5,6 Meter lange und 1,2 Meter im Durchmesser umfassende Ammoniak-Druckbehälter befüllt. Danach finden noch verschiedene Abnahmen, unter anderem durch den Technischen Überwachungsverein (TÜV), statt.

Der neue Behälter hat ein Fassungsvermögen von 2,9 Tonnen Ammoniak, das gebraucht wird, um die Betonfläche im Stadion zu kühlen und Eis zu erzeugen. Aus Sicherheitsgründen werden an diesem Tag die direkt angrenzende Kindertagesstätte und das Freibad geschlossen.

Die Wiedereröffnung des Adendorfer Eisstadions ist, nach einem Jahr Pause, für Anfang Oktober geplant, sagt der zuständige Fachbereichsleiter Holger Schölzel. Das Freibad hat voraussichtlich bis einschließlich Sonntag, 6. September, geöffnet. „Wenn es dann richtig heiß sein sollte, könnte es sein, dass wir noch drei, vier Tage ranhängen“, so Schölzel. Für die Aufbereitung des Eises werden dann etwa zwei bis drei Wochen gebraucht.

Im vergangenen Sommer waren an der Technik im Eisstadion, das vor 44 Jahren gebaut worden war, erhebliche Schäden festgestellt worden. Im laufenden Jahr wurde jetzt die komplette Kälteanlage erneuert, im kommenden Jahr folgen die Aufstockung der 1800 Quadratmeter messenden Betonfläche um eine weitere Schicht mit darin verlegten Kühlschlangen und eine neue Rundumbande.

Rund 200 000 Euro kostet die Sanierung in diesem Jahr, den größeren Batzen, nämlich 750 000 Euro, muss die Gemeinde im kommenden Jahr aufbringen.

Weiter hofft die Gemeinde, dass Versicherungen und der Lieferant eines falsch gelieferten Maschinenöls, das den Schaden urprünglich ausgelöst hatte, sich an den Kosten beteiligen. pet