Freitag , 2. Oktober 2020
Spender für eine neue Baumpflanz- und Aufforstungsaktion werden gesucht. (Foto: A/phs)

Paten sollen die Stadt grüner machen

Lüneburg. Patenschaften sind beliebt, nicht nur bei Täuflingen. Auch die Stadt Lüneburg hat offenbar Gefallen daran gefunden, insbesondere an solchen, die sie selbst vergeben kann. Erst kürzlich hatte sie bei den Lüneburgern für die Übernahme von Gießpatenschaften für Jungbäume geworben, mehr als 50 haben sich dafür bereits gefunden. Nun hat die Stadt zwei neue Patenschaften ins Leben gerufen. Unter dem Titel „Lünepaten 2020“ sollen künftig jährlich Baumpflanzaktionen und Aufforstungen stattfinden.

„Pflanze Deinen Baum“ war das Motto, unter dem die Verwaltung im jüngsten Umweltausschuss ihr neues Patenschaftsprogramm „Lünepaten 2020“ vorstellte. Drei Bereiche umfasst das Projekt, das neben Baumpflanzaktionen und Aufforstungen auch Entsiegelungen enthalten wird. Dafür sollen jeweils Baumpaten, Waldpaten und Blühpaten gewonnen werden. Den diesjährigen Schwerpunkt bilden die beiden erstgenannten Bereiche.

Schatten spenden, Umgebungstemperaturen senken, Lebensräume für Vögel und Insekten erhalten, Schadstoffe aus der Luft filtern, biologische Vielfalt erhalten – Bäume sind für das Stadtklima wichtig, machte Straßen- und Grünplanerin Uta Hesebeck in der Sitzung deutlich.

 

Und sie wurde auch konkret: Jungbäume – etwa 1,50 Meter groß, darunter auch alte Obstbaumsorten – sollen im Innenstadtbereich, in Oedeme, Ochtmissen, am Ebensberg, auf dem Kreideberg, in Kaltenmoor, Rettmer und Häcklingen gepflanzt werden: Und zwar jedes Jahr am 2. Oktober, 150 Stück pro Jahr. Baumpate wird, wer 150 Euro pro Baum spendet, eine Plakette, die den Namen des Spenders tragen kann, wird am Baum angebracht.

Für die Aufforstungen – pro Jahr sollen jeweils im Februar zwei Hektar aufgeforstet werden – werden Waldpaten gesucht, die mit fünf Euro pro Setzling dabei sind. Aufgeforstet werden sollen Flächen nördlich von Gut Wienebüttel.

In diesen Tagen will die Stadt Broschüren zu dem Projekt auslegen, darin auch eine Teilnahmekarte für künftige Paten. Dort können sie ankreuzen, ob sie Stadtbaum- oder Waldbaum-Pate sein möchten und mit wieviel Bäumen/Setzlingen und in welchem Stadtgebiet sie sich beteiligen wollen. Gleiches ist auch auf der Internetseite der Stadt möglich. Auch Unternehmen und Vereine können sich beteiligen.

Auch die Stadt selbst will sich an den Aktionen beteiligen und gegebenenfalls aufstocken, je nachdem, wie viele Bäume zusammenkommen. Die Pressestelle der Stadt betont zudem, dass sämtliche Bäume zusätzlich gepflanzt würden. Ausgleichspflanzungen liefen jeweils extra und unabhängig von diesem Projekt.

Baumpaten 2020

Hier soll gepflanzt werden

Für die Pflanzaktion am 2. Oktober wurden diese Orte im Umweltausschuss genannt:
▶ Innenstadt, Willy-Brandt-Straße: 30 Bäume
▶ Oedeme, Rosenkamp I: 30 Bäume
▶ Häcklingen: Embser Kirchweg: 15 Bäume
▶ Ebensberg, an den Gleisen: 13 Bäume
▶ Rettmer, Wiese Pilgerpfad: 20 Obstbäume
▶ Ochtmissen: Wiese Narutoplatz: 15 Obstbäume

Von Ulf Stüwe