Radweg
Wenn der Radweg stadteinwärts nach rechts verlegt wird, steigt die Gefahr, moniert der VCD. (Foto: VCD)

VCD: „So werden zusätzliche Gefahrenherde geschaffen“

Lüneburg. Die Stadtverwaltung hatte jüngst in einer Online-Bürgerversammlung vorgestellt, wie sie die Uelzener Straße umgestalten will und dabei vor allem die Situation für Fahrradfahrer in den Blick nimmt (LZ berichtete). Der Regionalverband Elbe-Heide des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) kritisiert die Pläne. Es sei "nicht zukunftsweisend, eine innenstadtnahe Straße so umzugestalten, dass dem motorisierten Individualverkehr wieder mehr Platz eingeräumt wird", heißt es in einer Pressemitteilung.

"Mit der Verlegung des Radfahrstreifens nach rechts entsteht der Eindruck, als solle das Verkehrshindernis Radfahrer aus dem Weg geräumt werden, damit Kraftfahrzeuge wieder freie Bahn haben und nicht hinter Radfahrenden warten müssten", wertet der stellvertretende Vorsitzende, Thilo Clavin.

1996 sei eigens ein Radfahrstreifen auf der Uelzener Straße angelegt worden, um den gefährlichen Hochbordweg zu entschärfen. "Mit der Verlegung auf den bisherigen Parkstreifen werden nicht nur an den Einmündungen Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße, Kantstraße und Goethestraße wieder Gefahrenherde und mögliche Unfallschwerpunkte wegen kreuzender Fahrzeuge geschaffen, auch die Parkplätze entlang der Uelzener Straße werden dezimiert, was zu einer Verlagerung des Parksuchverkehrs ins angrenzende Wohngebiet führt", moniert Clavien. Außerdem könne es längerfristig dazu führen, dass für die dann fehlenden Parkplätze bisher grüne und unverbaute Vorgärten versiegelt werden.

Mehr Platz und damit mehr Sicherheit

Die vom Planer Markus Franke erwähnte "Unfallhäufigkeit" auf dem jetzigen Radfahrstreifen werde nicht belegt. Laut Clavien belege hingegen die Unfallstatistik, dass "in die Fahrbahn integrierte Radfahrstreifen aufgrund der besseren Sichtbarkeit der Radfahrenden wesentlich sicherer sind".

Der VCD habe mit Radfahrern und Anwohnern gesprochen und fordert nun, den jetzt bestehenden 1,20 Meter breiten Radfahrstreifen nach links und rechts zu verbreitern und rot zu markieren, sodass eine Breite von zwei Metern plus Sicherheitstrennstreifen entstehe. So könne auch der umstrittene Wegfall des jetzigen Parkstreifens und "dessen umständliche Verlegung zwischen die Bäume" vermieden werden. Radfahrer hätten dennoch stadteinwärts erheblich mehr Platz und damit mehr Sicherheit als jetzt. lz

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