Die Diskothek Garage wird nach der Corona-Krise seine Pforten nicht wieder öffnen. (Foto: Garage Lüneburg)

Aus nach 33 Jahren: Diskothek „Garage“ schließt

Lüneburg. Die Diskothek Garage wird nach der Corona-Krise seine Pforten nicht wieder öffnen. Das teilte Geschäftsführer Alex Schmidtgal am Donnerstagabend mit. "Wir haben einen finanziellen Verlust, da uns komplett die Einnahmen fehlen. Der Club hat keine anderen Geschäftszweige, die etwas abwerfen", sagt der 36-Jährige. "Es ist viel Bürokratiearbeit. Wir haben zwar recht schnell und unkompliziert Soforthilfebekommen. Unsere Fixkosten sind dadurch kaum gedeckt."

„Die festangestellten Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, den Mini-Jobbern musste erstmal gekündigt werden. Ich denke, dass es noch länger dauern wird, bis Clubs überhaupt wieder öffnen können.“ Einen Sturm auf Diskotheken und Clubs erwartet Schmidtgal in Zeiten nach Corona nicht. „Viele Clubs hatten schon vorher einige Probleme, bei uns sag es ähnlich aus, jede Woche ein neuer Kampf. Das Interesse der jüngeren Generation hat nachgelassen. Die Gastro-Szene und vorallem die Disco-Landschaft wird danach mit Sicherheit anders aussehen, mit Corona verändert sich die ganze Eventbranche. Viele lernten sich auf diese Art und Weise kennen und lieben, ganz nah und ohne Abstand. Dieses Gefühl kann man schwer mit Abstand realisieren und damit auch das Disco-Konzept nicht umsetzen. Ab wann man wieder wie gewohnt feiern kann, das ist noch nicht abzuschätzen.“

„Wir haben Kontakt zum Vermieter gesucht und um eine kurzfristige Auflösung des Mietvertrages gebeten, dieser ist der Bitte nachgekommen, es gab eine einvernehmliche Lösung. Was mit der Location in Zukunft passiert, ob wieder eine Diskothek einzieht oder ggf. eine andere Nutzung stattfindet, ist uns nicht bekannt.“ so Schmidtgal.

In der Garage feierten Partygänger seit 1987. Zuletzt wurde die Lokalität noch 2014, unter den jetzigen Betreibern, umfangreich saniert, um mit einem neuen Konzept Gäste anzuziehen. lz