Freitag , 18. September 2020
Plastik, Zigaretten, Flaschen – nach einer Party an der Ilmenau einfach zurückgelassen. (Foto: Landkreis Lüneburg)

Naturschutz an der Ilmenau: Landkreis verhängt Bußgelder an Outdoor-Partygänger

Lüneburg. Weil sich zu viele Besucher im Naturschutzgebiet „Lüneburger Ilmenauniederung mit Tiergarten“ rücksichtslos verhalten, will der Landkreis Lüneburg jetzt Konsequenzen ziehen. „In den zurückliegenden Tagen wurden knapp 20 Bußgelder verhängt“, sagt Urte Modlich, Pressesprecherin des Kreises. Außerdem würden die Landschaftswarte verstärkt kontrollieren. „Die Strecke zwischen Amselbrücke und Rote Schleuse ist an warmen Tagen zu einer Partymeile verkommen“, sagt der Leiter des Fachdienstes Umwelt Stefan Bartscht. „Dass wir nun so hart durchgreifen müssen, haben wir uns bestimmt nicht gewünscht.“

So hinterließen Unbekannte Müll in und entlang der Ilmenau, zertrampelten Zäune und beschmierten Bäume, dazu dröhne oftmals und bis spät in die Nacht laute Musik, erklärt der Landkreis.  „Dieses Verhalten schreckt nicht nur Menschen ab, die in der Natur Ruhe und Erholung suchen – es schadet auch massiv und nachhaltig Tier und Umwelt“, betont Stefan Bartscht. Als Beispiel nennt er Vögel, die vor lauter Stress nicht ausreichend Futter für sich und ihren Nachwuchs suchen können oder Waldtiere, die sich an zerbrochenen Flaschen verletzen. Da die Landschaftswarte bei ihren Kontrollgängen durch das Naturschutzgebiet vor allem junge Menschen antreffen, tritt der Fachdienstleiter auch an die Eltern heran. „Wenn sich Ihre Kinder an der Ilmenau treffen wollen, sprechen Sie vorher mit ihnen über das richtige Verhalten in der Natur. Und machen Sie ihnen klar: Die Regeln sind notwendig, um diese wertvolle Landschaft auch für die nächste Generation zu bewahren.“ Von Seiten des Landkreises bleibt es weiterhin bei dem konsequenten Vorgehen, das heißt: Wer mit der Natur nicht respektvoll umgeht, der wird zur Kasse gebeten.

Wo das Betreten der Ilmenau-Uferfläche im Naturschutzgebiet „Lüneburger Ilmenauniederung mit Tiergarten“ erlaubt ist, können Interessierte im Netz nachschauen. Informationen zu den Spielregeln in der Natur gibt es außerdem hier. lz