Er ließ die Zahlen noch einmal in die Höhe schnellen: Der neue Blitzer an der Abfahrt Häcklingen im Zuge der Lüneburger Ortsumgehung war den Autofahrern neu. Entsprechend oft löste er aus. (Foto: be)

Fahrverbote nehmen drastisch zu

Lüneburg. Die Zahl der Fahrverbote ist im Landkreis Lüneburg in die Höhe geschossen: Mussten im Mai 2019 noch elf Fahrzeugführer ihren Führerschein für mindestens einen Monat abgeben, so sind es im Mai dieses Jahres gleich 567 Kraftfahrer. Grund sind verschärfte Bußgeldregelungen und zusätzliche Blitzer.

Vor einem Jahr betrieb der Kreis noch sieben mobile und stationäre Radaranlagen. In 2020 sind es bereits elf, von denen gleich fünf mobile sind und die Autofahrer entsprechend nicht wissen, wo sie stehen.
Bis April diesen Jahres musste seinen Führerschein abgeben, wer innerorts 31 und außerorts 41 km/h zu schnell war. Seit Mai 2020 hat sich das verschärft: Der "Lappen" ist im Ort ab 21 zu schnell weg, auf freier Strecke droht ein Fahrverbot ab 31 km/h"drüber".
Die hohen Fahrverbotszahlen in diesem Jahr erklären sich aber auch mit dem neuen Blitzer an der Abfahrt Häcklingen im Zuge der Lüneburger Ostumgehung. Hier wird im Vorfeld die Geschwindigkeit von Tempo 120 auf 70 reduziert  - und das missachten viele Kraftfahrer.
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Von Thomas Mitzlaff