Der Wolf ist im Landkreis umstritten. (Foto: Adobe Stock)

Oberverwaltungsgericht: „Problemwölfe“ dürfen getötet werden

Lüneburg/Uelzen. Zwei Wölfe, die in den Landkreisen Uelzen und Celle mehrere Schafe gerissen haben, dürfen wie vom Landkreis Uelzen verfügt getötet werden, weitere Wölfe aus den Rudeln aber nicht. Das hat am Montag das Oberverwaltungsgericht Lüneburg in zweiter Instanz entschieden. Konkret geht es um einen Rüden aus dem Rudel Ebstorf und eine Wölfin aus dem Rudel Eschede/Rheinmetall. Zwei Naturschutzvereinigungen hatten gegen die Tötungs-Verfügung des Landkreises Uelzen geklagt, das Verwaltungsgericht aber hatte das Anliegen zurückgewiesen, weil den Naturschutzverbänden die so genannte „Antragsbefugnis“ fehle, mit anderen Worten: Sie seien nicht zuständig.

Das sah das OVG jetzt anders: Das Vorgehen der beiden Vereinigungen sei zulässig, urteilte der 4. Senat. Inhaltlich aber wurde die Beschwerde bezüglich der beiden „Problemwölfe“ zurückgewiesen. Ihre Tötung sei rechtmäßig. Denn es könne davon ausgegangen werden, dass diese Wölfe weiterhin in gesicherte Schafsherden eindringen und diese Jagdtechnik möglicherweise auch an andere Wölfe weitergeben würden. Damit drohe ein erheblicher Schaden für die Schäfer, zumutbare Alternativen zur Tötung der beiden Wölfe bestünden nicht. Rechtswidrig sei allerdings die Tötung weiterer Tiere, weil dies an ganz enge Bedingungen geknüpft sei. tm