Mittwoch , 28. Oktober 2020
Die Turnhalle an der Grundschule Reppenstedt soll unter anderem einen neuen Schwingboden erhalten. Foto: uk

Frischekur für Sporthalle

Reppenstedt. Sie ist etwas in die Jahre gekommen: Wie die Schule stammt auch die Sporthalle an der Grundschule Reppenstedt aus den siebziger Jahren. Von außen wurde der Komplex mittlerweile energetisch saniert. Nun soll es innen nicht nur schöner, sondern auch sicherer für Schüler, Lehrer und Vereinssportler werden. Für die Modernisierung der Sporthalle sprach sich der Schulausschuss der Samtgemeinde jetzt einstimmig aus.

Am stärksten gelitten hat in der 400 Quadratmeter großen Halle der Boden, der bereits stellenweise Brüche aufweist. Er soll durch einen neuen Schwingboden mit Linoleumbelag ersetzt werden. Für mehr Sicherheit werden die beiden Stirnwände der Halle mit einem textilen Prallschutz versehen. Gleiches gilt für die Tore an den Geräteräumen, die komplett erneuert werden. Ein neuer Innenanstrich rundet die Frischekur ab. Für die Maßnahme mit Gesamtkosten von 267 000 Euro hat die Samtgemeinde Gellersen einen Förderantrag beim Niedersächsischen Innenministerium gestellt: „Bei der Bewilligung kam es coronabedingt zu Verzögerungen“, sagt Samtgemeindebürgermeister Steffen Gärtner (CDU). „Wir rechnen jetzt damit, dass wir im Juli den Bescheid über eine Fördersumme von rund 100 000 Euro erhalten.“

WLAN-Ausbau an Schulen soll vorangetrieben werden

Die Raumsituation an der Reppenstedter Grundschule war ebenfalls Thema im Fachausschuss. Der Schulvorstand hatte bemängelt, dass nicht genügend Räume für den Ganztagsschulbetrieb vorhanden seien. Eine Überprüfung durch ein Architekturbüro auf Basis der für Grundschulen üblichen Standards kam jedoch zu dem Ergebnis, dass das Raumangebot grundsätzlich ausreicht. Allerdings wird die Einrichtung von zwei kleineren Räumen für die Inklusion empfohlen. Der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, einen 100 Quadratmeter großen Klassenraum entsprechend zu teilen. Außerdem soll der Ausbau eines WLAN-Netzes an allen drei Grundschulen sowie die Ausrüstung mit Tablets über die Fördermittel aus dem Digitalpakt vorangetrieben werden.

„Bei der Bewilligung kam es coronabedingt zu Verzögerungen.“ – Samtgemeindebürgermeister Steffen Gärtner

Architekt Peter Rabeler hatte sich auf Wunsch der Politik auch mit der Frage beschäftigt, ob Erweiterungskapazitäten an der Grundschule Reppenstedt vorhanden seien, falls die Schule vierzügig werden sollte. Rabeler hatte dafür einen Um- und Ausbau des sogenannten Hausmeisterflügels vorgeschlagen. „Das ist eine grobe Idee. Im Moment gibt es keinen Anlass, zu bauen“, stellt Gärtner klar.

Im Gegenteil: Zum neuen Schuljahr sinkt die Zahl der Erstklässler auf 56 Kinder und schrammt somit knapp an der Zweizügigkeit vorbei. „Von den flexiblen Einschulungsterminen machen Eltern sehr stark Gebrauch“, sagt Gärtner. So seien 16 Kinder in Reppenstedt zurückgestellt worden, in der Samtgemeinde insgesamt 35 Mädchen und Jungen. Das Problem: Wenn Kinder noch ein Jahr länger in der Kita bleiben, reichen dort die Kapazitäten nicht aus. „Da wirkt sich sowohl Corona als auch die Beitragsfreiheit für einen Kita-Platz deutlich aus“, vermutet Gärtner. „Wir müssen vier zusätzliche Fachkräfte einstellen, was mit 200 000 Euro im Haushalt zu Buche schlägt.“

Von Ute Klingberg