Mittwoch , 12. August 2020
Die Bar Pacos an der Schrangenstraße. (Foto: A/be)

500-Euro-Strafen für Gastronomen

Lüneburg. Rund 300 Menschen haben in den vergangenen Wochen Post bekommen, weil sie in Stadt und Kreis Lüneburg gegen Corona-Regeln verstoßen haben: Der Landkreis Lüneburg leitete bislang 212 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, die Polizeidirektion Lüneburg zählte außerdem 32 Straftaten in Zusammenhang mit der Pandemie.

Die höchsten Bußgelder wurden gegen drei gastronomische Betriebe wegen Nichteinhaltens der Abstandsregel verhängt. Während der Schließungsphase von Gaststätten war ein Außer-Haus-Verkauf erlaubt, verzehrt werden durfte jedoch im Umkreis von 50 Metern nichts. Hiergegen wurde offenbar mehrfach verstoßen.

Viele Verstöße gegen das Versammlungsverbot 

Bisher hat der Landkreis 86 Verwarn- und Bußgelder verhängt. Die Höhe variiert je nach Delikt. Das Verfahren gegen den Betreiber einer Bar an der Schrangenstraße, der gleich zwei Mal trotz Verbots geöffnet hatte, sei derweil noch nicht abgeschlossen, erklärte Kreissprecherin Urte Modlich. Die Behörde hatte das Verhalten des Gastronomen als den bislang gravierendsten Verstoß im Kreis bezeichnet. Am häufigsten geahndet wurden Verstöße gegen das Versammlungsverbot, die Nichteinhaltung des Mindestabstandes sowie die Nichtnutzung von Mund-Nasen-Masken.

Dazu kommen 32 Straftaten, wegen der die Polizei jetzt Ermittlungen aufgenommen hat. „Die Palette reicht da von Betrug über Hausfriedensbruch bis hin zu Beleidigung“, erläutert Mathias Fossenberger, Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg. So bestellte eine Frau mehrere FFP3-Masken, die jedoch nicht geliefert wurden. Ein Mann hielt sich in einem Geschäft nicht an die Hygienevorschriften und weigerte sich, den Laden zu verlassen. Außerdem seien Verfahren wegen der unberechtigten Inanspruchnahme von Soforthilfen eingeleitet worden.

Von Thomas Mitzlaff

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