Freitag , 25. September 2020
Bewohner und Unterstützer des Wohnprojekts „Unfug“ haben am 30. Mai auf dem Marktplatz für den Erhalt der Bauwagensiedlung in Kaltenmoor demonstriert. (Foto: t&w)

Die „Unfug“-Bauwagen müssen weg

Lüneburg. Die Bauwagensiedlung im Stadtteil Kaltenmoor ist rechtswidrig: Das hat das Verwaltungsgericht Lüneburg am Mittwoch bestätigt und damit einen vorläufigen Rechtsschutzantrag des Wohnprojektes „Unfug“ abgelehnt. Zur Begründung heißt es unter anderem, für die sechs Bauwagen gebe es zum einen keine Baugenehmigung, zum anderen seien sie voraussichtlich auch nicht genehmigungsfähig. Die Bewohner könnten ihre Wagen anderswo aufstellen oder anderweitig Wohnraum anmieten.

Das Wohnprojekt Unfug hatte im Jahr 2017 ein Grundstück am Waldfriedhof erworben und dort sechs Bauwagen aufgestellt. Dagegen hat die Stadt Lüneburg eine Nutzungsuntersagung erlassen und eine Frist von sieben Wochen für die Räumung der Wohnwagen gelassen. Allerdings hat das Gericht Zweifel, ob Zwangsgeldandrohungen zur Durchsetzung des Nutzungsverbotes rechtskonform sind.

Das Gericht ließ die Berufung beim Oberverwaltungsgericht zu. Ob das Wohnprojekt diese Möglichkeit nutzen will, wollten die Mitglieder jetzt diskutieren.

Von Thomas Mitzlaff

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