Kreidebergsee
Spuren der Arbeiten: Am Kreidebergsee wurden Büsche und Bäume entfernt. (Foto: t&w)

Mehr Spaß am Kreidefelsen

Lüneburg. Am Kreidebergsee wird dieser Tage emsig gebaggert und gebuddelt. Vor allem im Bereich des Bolzplatzes, aber auch an der Wegen am Wasser hat sich das Areal in dieser Woche gewandelt, wurden reichlich Pflanzen entfernt. Die Stadtverwaltung klärt auf, was dort passiert: Der Platz wird zum Spielen ganz neu hergerichtet.

Mitarbeiter der städtischen Tochtergesellschaft AGL (Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH) haben im Auftrag der Stadt den Abhang freigeräumt. Wo vorher Brombeerbüsche und verschiedene Bäume einen Blickschutz zwischen Bolzplatz und See boten, herrscht zurzeit relativ freie Sicht. Peter Zurheide, Bereichsleiter für Grünplanung, erläutert: "Wir haben seit 2017 das Sanierungsgebiet Grünband Innenstadt, das auch den Bereich Kreidebergsee umfasst. Teil des Konzepts ist eine großzügige Erweiterung und Neugestaltung der Spielflächen dort. Voraussichtlich im Herbst soll es damit losgehen. Da wir den Hang mitnutzen möchten, müssen wir ihn schon jetzt freilegen. Die Zeit vor dem Frühjahr ist die übliche Zeit für Baum- und Rodungsarbeiten."

Genaue Gestaltung ist noch geheim

Was genau vor Ort geplant wird, da gibt Zurheide sich noch etwas geheimnisvoll. "Es wird auf jeden Fall etwas Besonderes, das die Umgebung, also den See und den Kreidefelsen, thematisch mitaufnehmen soll. Wir liegen in den letzten Zügen der Entwurfsplanung. Dabei sind auch die Ideen aus der Kinder- und Jugendbeteiligung vom November 2019 mit eingeflossen." Der Entwurf wird voraussichtlich im Frühjahr im Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz, Grünflächen und Forsten der Stadt näher vorgestellt.

Das Grünband Innenstadt beschreibt eine Verbindung von mehreren innenstädtischen Grünflächen, vom Kalkberg über den Kleinen Wall, den Scunthorpe-Park mit Liebesgrund, das Gebiet um den Kreidebergsee hin zur Bastion, auch der Reichenbachplatz wird dazugezählt. Insgesamt geht es um mehr als 42 Hektar Fläche. Rat und Verwaltung haben 2019/2020 einen sogenannten Rahmenplan abgestimmt, der die Weiterentwicklung der Flächen in mehr als 20 einzelnen Vorhaben beschreibt. Ein Ziel ist es, die Flächen als städtische Naherholungsräume aufzuwerten, also zum Beispiel Spielplätze anzulegen, Wege zu überarbeiten und Bänke zu installieren. Ein weiteres Ziel ist die Aufwertung unter naturschutzfachlichen Aspekten, aber auch historische Strukturen und andere Gesichtspunkte sollen berücksichtigt werden. Die Laufzeit des Programms beträgt zehn Jahre, rund fünf Millionen Euro stehen für alle Vorhaben im Sanierungsgebiet zur Verfügung, jeweils ein Drittel tragen Bund, Land und Stadt Lüneburg.

Erste Maßnahmen im Sanierungskonzept waren die Überarbeitung der Wege entlang des Liebesgrunds, in Kürze steht auch die Sanierung der Wege im Scunthorpe-Park an. lz

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