Donnerstag , 22. Oktober 2020
Bis auf das Mauerwerk im zweiten Stock ist der Rohbau inzwischen fertig. Foto: be

Ministerium gibt bei Arena grünes Licht

Lüneburg. Die entscheidende Post kam Ende voriger Woche aus Hannover. Das Innenministerium hat als oberste Kommunalaufsicht keine Bedenken, dass der Landkreis über eine eigene Gesellschaft die künftige Sport- und Veranstaltungshalle „Arena Lüneburger Land“ betreibt. Darüber informierte Kreisrätin Sigrid Vossers am Montag den Kreistag. Bereits für nächsten Montag ist ein Notartermin anberaumt, damit die Gesellschaft auch handlungsfähig ist.

„Voraussichtlich im Juli“ könne dann die europaweite Ausschreibung erfolgen, um einen Dienstleister für den Betrieb der Halle und einen Pächter für die Gastronomie zu finden. Beides ist künftig in Regie des Landkreises, soll aber nicht von ihm betrieben werden. Die Ausschreibung wird von den Arena-Projektmanagern der Reese Baumanagement GmbH koordiniert.

„Nach den Sommerferien wissen wir, woran wir sind“, sagte die Kreisrätin zur LZ. Sie hofft, dass der Kreistag in seiner Sitzung im September entscheiden kann, mit welchen Dienstleistern zusammengearbeitet wird. Der Zeitplan ist damit mehrere Monate im Verzug – ebenso wie der Hallenbau.

„Nach den Sommerferien wissen wir, woran wir sind.“ – Kreisrätin Sigrid Vossers

Die Kreisrätin wiederholte im Kreistag die Nachricht aus der vorigen Woche, dass sich die Fertigstellung der Halle nunmehr bis Ende des zweiten Quartals verschiebt. Bis auf das Mauerwerk im zweiten Obergeschoss sei der Rohbau inzwischen fertig. Sollten indes noch weitere Änderungswünsche bestehen oder die Corona-Pandemie sich wieder verschärfen, sei mit einem weiteren Zeitverzug zu rechnen.

Offenen ist derzeit noch, ob es einen behindertengerechten Aufzug auch ins zweite Obergeschoss geben soll, um auch hier einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Vossers berichtet, dass die zwei bisherigen Treffen mit dem Behindertenbeirat „sehr erfolgreich“ verlaufen seien: „Es konnten viele Punkte geklärt werden.“

Der Beirat hatte im Frühjahr nicht nur kritisiert, nicht rechtzeitig in die Planung einbezogen worden zu sein. Vielmehr hatten seine Vertreter auch zahlreiche Mängel moniert, von denen etliche behoben werden konnten. mr