Freitag , 18. September 2020
Das Klärwerk am Bleckeder Moor. So könnte auch der Titel eines Krimis lauten. Die Geschichte dahinter ist jedenfalls recht abenteuerlich. (Foto: be)

Das gallische Dorf bei Bleckede

Lüneburg/Bleckede. Es war am 9. September 1996, als der damalige Bleckeder Stadtdirektor Lutz Röding an die Walmsburgerin Helga Dreyer schrieb, sie habe die festgelegten Abwassergebühren zu zahlen – unabhängig von der Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Lüneburg sehe er „beim besten Willen nicht ein“, warum man da etwas ändern solle. Knapp 24 Jahre später stehen gestern auf dem Terminzettel des Gerichtes die Namen von gleich 25 Walmsburger Bürgern, die mittlerweile gegen die Stadt klagen. Röding ist längst in Pension, doch beigelegt ist der „Abwasserkrimi von Bleckede“ noch immer nicht. Vielmehr kassierte die Stadt gestern einmal mehr eine juristische Niederlage.

Im Jahr 1995 hatte das neue Klärwerk in Bleckede seinen Betrieb aufgenommen, aus den geplanten Baukosten von 17 Millionen waren 30 Millionen D-Mark geworden. Die Stadt erließ einheitliche Gebührenbescheide, in die auch der Ortsteil Walmsburg mit einbezogen war, obwohl man dort gar nichts mit der Kläranlage zu tun hatte – die Walmsburger Abwässer werden in Katemin (Samtgemeinde Hitzacker) eingeleitet.

Zwei Jahre später urteilt das Verwaltungsgericht, dass die Stadt die Gebührenordnung ändern muss. Und so beginnt eine schier unendliche Geschichte, die auch später der damalige Bürgermeister und heutige Landrat Jens Böther nicht lösen konnte. Heute liegt die dicke Akte auf dem Tisch des neuen Bürgermeisters Dennis Neumann.

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Von Thomas Mitzlaff