Thore Lüthje spielt bei den Rosen die Rolle des Simon Dahlmann. Foto: be

Der Mann aus gutem Hause

Lüneburg. Es ist erst ein paar Wochen her, dass Cem Lüneburg den Rücken gekehrt hat. Doch es dauerte nicht lange, bis Vivien einen neuen Mitbewohner fand. Mit dem esoterisch angehauchten Oldie Hannes Lüder bildet das lebenslustige Zimmermädchen nunmehr eine ungewöhnliche WG zweier Publikumslieblinge. Sie versucht sich dabei als Kupplerin in Liebesdingen, schließlich ist der alte Herr ein wenig verschossen. Doch womöglich steht der Wohngemeinschaft Ärger ins Haus, denn die Immobilie hat einen neuen Besitzer. Simon Dahlmann hat das Objekt von seinen Eltern überschrieben bekommen. Und das bleibt für die Bewohner nicht folgenlos.

Simon Dahlmann ist eine neue Figur bei den Roten Rosen, gespielt von Thore Lüthje. Der 27-Jährige, der bislang vor allem Theater gespielt hat, aber auch erste Fernseherfahrung mit einer kleinen Rolle in der ARD-Serie „Praxis mit Meerblick“ sammeln durfte, verrät über seinen Rosen-Charakter noch nicht all zuviel, verspricht aber: „Simon sorgt für Turbulenzen. Bei den Zuschauern könnte er erstmal als etwas abgehoben rüberkommen, denn er weiß genau, wo er herkommt.“ Aus gutem Haus nämlich, in dem Geld nicht die größte Mangelware ist. „Er weiß was er will und vor allem, was er nicht will.“

Szenen werden im Juli ausgestrahlt

Die ersten Szenen mit Neuzugang Simon sind längst im Kasten, seit der Wiederaufnahme der Dreharbeiten nach der Corona-Pause ist Lüthje mit von der Partie. Ausgestrahlt werden diese Szenen aber erst im Juli. Umziehen muss er für seinen neuen Job auf Zeit nicht, er wohnt in Hamburg und pendelt täglich zu den Dreharbeiten nach Lüneburg. Doch trotz der Nähe seines Arbeitsplatzes zum aktuellen Wohnort gesteht der in einem kleinen Dorf nahe Flensburg geborene Darsteller: „Lüneburg kannte ich vorher gar nicht. Aber es scheint ein bezauberndes Städtchen zu sein. Meine Spielpartnerin Anna Mennicken (Vivien Palowski) hat mir schon ein bisschen was gezeigt. Wir waren zum Beispiel am Salzmuseum und am Kalkberg.“

Bislang könne er nur Positives über Lüneburg sagen, Er sei überrascht, wie offen und positiv das Team ihn aufgenommen habe in einer Phase, in der die Corona-Einschränkungen die Dreharbeiten nicht gerade leichter machen. „Das hat mich natürlich sehr gefreut.“

„Meine beiden Schwestern gucken die Serie immer gemeinsam mit unseren Omas." - Thore Lüthje

Schon während seiner Studienzeit hat er viel auf der Bühne gestanden, nicht nur für Projekte der Hamburger Theaterakademie, sondern auch am Thalia Theater im Stück „Der Diener zweier Herren“ und am Altonaer Theater im Stück „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“.

Nun also die Rosen, zumindest zuschauermäßig nochmal eine andere Liga. Ein Millionenpublikum pro Folge statt ein paar Hundert Besucher pro Vorstellung. Auch seine Familie zähle dazu: „Meine beiden Schwestern gucken die Serie immer gemeinsam mit unseren Omas, die ist da Pflichtprogramm“, erzählt der sportlich wie künstlerisch vielseitig talentierte Schauspieler, der Klavier spielen, Jazzdance- und Balletterfahrung aufweisen kann, aber auch dem Boxen, Fechten, Handball und Fußball nicht abgeneigt ist. Und auch an Selbstbewusstsein mangelt es ihm offenbar nicht, denn die Frage nach seiner Traumrolle beantwortet er so: „Ich kann alles spielen.“

Von Alexander Hempelmann