Montag , 21. September 2020
Die ersten Container sind auf dem Gelände der Schule Lüne aufgestellt worden. (Foto: Stadt Lüneburg)

Container als Klassenraum

Lüneburg. Die Grundschule Lüne wird in den Sommerferien in eine Ganztagsschule umgewandelt. Da während der knapp zweijährigen Bauphase einige Klassenräume zeitweise nicht benutzt werden können, dienen Container als Übergangslösung. Diese werden jetzt auf dem Vorplatz der Schule platziert.

Aus insgesamt 37 Einzelmodulen entstehen vier Klassenräume, zwei Gruppenräume sowie Sanitäranlagen. Die Container wurden neu erworben und sollen anschließend auch an anderen Standorten eingesetzt werden. „Die Auftragssumme liegt bei 1 047 500 Euro“, sagt Stadtpressesprecherin Ann-Kristin Jenckel und erklärt, warum eine Neuanschaffung nötig war: „Die Container, die bereits vor einiger Zeit für den Hort an der Grundschule Lüne aufgestellt wurden, sind schon älter und wurden zuletzt an der Grundschule Häcklingen genutzt.“

Nötig werden die Container, weil einige Klassen durch den Lärm der Bauarbeiten zeitweise nicht in ihren Klassenräumen verbleiben können. „So wird für diese Schüler ein Ausweichquartier geschaffen“, sagt Maja Lucht, Leiterin des Bereichs Gebäudewirtschaft bei der Hansestadt Lüneburg. Im Laufe der Bauphase werden bis zu drei Klassen in die Container umsiedeln müssen, um die nötige Ruhe beim Lernen zu finden.

Container bleiben einige Zeit stehen

Der Umbau soll in den Sommerferien beginnen, zunächst wird der eingeschossige Mitteltrakt der Grundschule abgerissen und durch einen dreigeschossigen Verbindungsbau ersetzt. Die Ersatzräumlichkeiten in den Containern werden deshalb auch erstmals nach den Sommerferien von den Schülern bezogen.

Da zudem die Schülerzahlen an der Grundschule Lüne jährlich ansteigen, ist eine Erweiterung zur Fünfzügigkeit an der Grundschule vorgesehen. „Bis zur Fertigstellung der Erweiterung wird mit den Containern damit auch der zusätzliche Raumbedarf von einem Klassenraum abgedeckt“, erklärt Lucht. Das Bauende ist für Anfang 2022 vorgesehen.

Allerdings sollen die Container voraussichtlich rund vier Jahre auf dem Vorplatz stehen, da im Anschluss an den Neubau weitere Sanierungsarbeiten am Schulgebäude im Altbestand erforderlich sein werden.

Auch der Schulhof soll umgestaltet werden, sagt Jenckel. Hierfür werde derzeit noch ein Gesamtkonzept erarbeitet. „In diesem Zusammenhang wird auch geschaut, was an Außenflächen für die Schule benötigt wird. Es soll verschiedene Bereiche geben für handwerkliche Tätigkeiten, Spiel- und Tobeflächen sowie Erholungsflächen.“

Damit es auch während des Umbaus der Schule für die Kinder ausreichend Möglichkeiten zum Spielen gibt, wird neben der Containeranlage eine Außenspielfläche mit einem
29 Niederseilgarten gestaltet. Jenckel: „Inwiefern der Vorplatz dauerhaft für den Niederseilgarten genutzt wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. Der Niederseilgarten bleibt aber mindestens so lange, wie diese Außenspielfläche insgesamt für die Schule benötigt wird.“

Auch die Außenanlagen hinter der Schule wurden bereits etwas erweitert. „Denn letztlich wird durch den Abbruch des Mitteltraktes und den dortigen Neubau insbesondere während der Bauphase auch etwas Schulhoffläche entfallen.“

Zudem sei auch das Coronavirus bei den Plänen nicht außen vor geblieben: Falls auch nach den Sommerferien noch Abstandsregeln gelten, könnten diese durch die zusätzliche Fläche hinter der Schule während der Pausen eingehalten werden, genügend Waschbecken stehen in den Containern ebenfalls zur Verfügung.

Von Lilly von Consbruch