Dienstag , 29. September 2020
Der eine Teil des Randstreifens ist bereits neu angelegt, jetzt parken die Busse hinter der Absperrung. (Foto: Leppel)

Der Grünstreifen als Ruhezone

Wendisch Evern. Es ist ein Problem, das immer wieder auftritt, weiß der Gemeindedirektor Norbert Meyer: Der Grünstreifen an der Bergstraße wird von den Busfahrern als Parkfläche genutzt, die Busse zerstören dadurch jedoch den Rasen. Trotz mehrfacher Intervention hat sich an der Situation bisher nichts geändert.

„Im Februar trat das Problem zum ersten Mal besonders zutage, da das nasse Wetter dem Streifen noch zusätzlich zu schaffen machte“, erinnert sich die Wendisch-Everin Ursula Leppel. Da die Fahrer ihre Route in Wendisch Evern an der Haltestelle Niendorfer Weg starten, wollen sie die Zeit davor noch in Ruhe überbrücken, vermutet Leppel. „Deshalb warten sie eine Straße davor auf dem Grünstreifen.“

Alternative war nicht umsetzbar

Verständnis hat Norbert Meyer dafür: „Die Fahrer brauchen ja auch mal ihre Ruhe und wenn sie schon zur Bushaltestelle fahren, klopfen wahrscheinlich die ersten Fahrgäste direkt an die Scheibe.“ Doch sei die Bergstraße dafür nicht der richtige Ort, weshalb er mit der KVG bereits Alternativmöglichkeiten gesucht habe: „Die Fahrer könnten zum Beispiel an der Kreisstraße stehen, da ist eine Art Parkplatz.“ Das habe die KVG auch so mit ihren Fahrern besprochen, meint Pressesprecher Oliver Blau. „Allerdings war diese Alternative nicht umsetzbar“, räumt er ein.

Die Gemeinde hat indes im Mai rund 500 Euro in die Hand genommen, um den Grünstreifen neu anzusäen. Ursula Leppel betont: „Und jetzt stehen die Busse hinter der Absperrung und machen den nächsten Abschnitt kaputt. Das kann ja so nicht weitergehen, das sind immerhin eine Menge Steuergelder.“ Oliver Blau zeigt Verständnis für den Unmut: „Wir haben den Fahrern jetzt noch einmal klar untersagt, auf dem Grünstreifen zu halten.“ lvc