Sonntag , 25. Oktober 2020
Die Stadt Lüneburg hat dem Wunsch von Pflegeltern nach Erweiterung der Weiterzahlungsansprüche entsprochen. Foto: t&w

Mehr Hilfe für Tageseltern

Lüneburg. Um die Auswirkungen der Corona-Krise für Tageseltern abzumildern, hat der Rat der Stadt Lüneburg entschieden, im laufenden Jahr den Zeitraum für bezahlte Fehlzeiten deutlich zu erweitern.

Statt wie sonst üblich sechs Wochen, stehen den Tagespflegepersonen in diesem Jahr zehn Wochen zur Verfügung, in denen sie trotz Schließung ihrer Tagespflege weiterhin Geld verdienen.

Die in der Kindertagespflege-Satzung der Hansestadt vorgesehenen sechs Wochen Ausfallzeit dienen vorrangig dazu, eine Fortzahlung bei Krankheit und Urlaub zu gewährleisten.

Masernimpfschutz nachweisen

Da in diesem Jahr allerdings viele Tagespflegepersonen ihre Weiterzahlungsansprüche bereits für die Corona-bedingten Schließungen aufgebraucht hatten, befürchteten Tagespflegeeltern, dieses Jahr keinen Erholungsurlaub mehr nehmen zu können oder bei Krankheit in finanzielle Not zu geraten.

Dem Wunsch nach einer möglichst unbürokratischen Lösung werden Stadt und Kreis jetzt mit der Erweiterung der Weiterzahlungsansprüche für 2020 gerecht. Dafür wurde auch die Satzung angepasst: So heißt es hier ab sofort: „In den Ausfallzeiten der Tagespflegeperson (Urlaub, Krankheit usw.) wird die laufende Leistung bis zu sechs Wochen pro Kalenderjahr weitergewährt.

Es besteht bei außergewöhnlichen Ereignissen die Möglichkeit, diese Zeiten anteilig zu verlängern, um die Tagespflege zu sichern.“

Da seit Inkrafttreten der Satzung noch weitere regelungsbedürftige Punkte hinzugekommen sind, wurden auch diese jetzt aufgenommen. Zum Beispiel müssen Tagespflegepersonen ab sofort entweder einen ausreichenden Masernimpfschutz nachweisen oder belegen, dass sie bereits an Masern erkrankt waren oder dass bei ihnen medizinische Gründe vorliegen, die eine Impfung verhindern. lz