Die Gemeinde Reppenstedt will mehr Sicherheit und Komfort für Radfahrer. Eine erste Ideensammlung liegt vor. Foto: Michael Behns

Schneller, sicherer und komfortabler

Reppenstedt. Ein großer Vorteil der Reppenstedter ist, dass sie zentral wohnen. Vieles können sie mit dem Fahrrad erledigen: Einkauf, Fahrten zur Arbeit, Schule und zum Bahnhof in Lüneburg. Aber auch Radtouren in die nahe und idyllische Natur können prima im Ort starten. Da bietet es sich förmlich an, diesen noch attraktiver für Fahrradfahrer zu machen.

Einen Anfang machte jetzt der Bauausschuss der Gemeinde. Der schon seit längerem angedachte Radweg zwischen Eschenweg und An der Landwehr soll nun gebaut werden. Dafür sprach sich das Gremium aus.

Baubeginn im Herbst 2020

Der künftige Radweg ist rund 150 Meter lang und soll gepflastert werden. Aber erst später, denn für das erste Jahr ist eine Schotteroberfläche in Form eines kleinen Dammes vorgesehen. Grund für die Entscheidung ist der recht nasse Untergrund in dem Bereich der Trasse. Daher soll sich der Damm zunächst einmal setzen, erst ein Jahr danach folgt die Pflasterung. Mit der Unteren Naturschutzbehörde vom Landkreis Lüneburg hat die Gemeinde den Baubeginn für Herbst 2020 abgestimmt.

„Der neue Radweg soll unter anderem dafür sorgen, dass die Schüler sicherer mit dem Fahrrad zur Grundschule kommen“, sagt Gemeindedirektor Steffen Gärtner. Darüber hinaus bilden die vergleichsweise kurzen 150 Meter jedoch einen ersten wichtigen Lückenschluss: Die schon bestehende Fahrradstraße im Verlauf Eschen-, Linden-, Weichsel- und Hasenwinkler Weg wird durch das Vorhaben länger. Radfahrer können bereits seit 2015 auf ihr die stark befahrene Ortsdurchfahrt meiden.

In weiteren Schritten sollen dann zwei zusätzliche Abschnitte die Fahrradstraße komplettieren: An der Landwehr bis Brockwinkler Straße am östlichen Zipfel und im Westen der Bau eines Radweges auf dem bisherigen Feldweg „Im Hasenwinkel“ als Verbindung nach Lüneburg.

Ein umfangreicher Maßnahmenkatalog

So steht es jedenfalls in einem Maßnahmenkatalog, den die Verwaltung dem Bauausschuss vorgelegt hatte. Das Gremium hatte nämlich die Verwaltung beauftragt, eine solche Liste mit Vorschlägen auszuarbeiten. „Der Maßnahmenkatalog liegt jetzt bei den Fraktionen, die nunmehr ihre Ideen für die Attraktivitätssteigerung des Fahrradverkehrs einbauen“, berichtet Gärtner.

Die momentanen Punkte im Maßnahmenkatalog sind nach Ortsbefahrungen mit Professor Peter Pez von der Leuphana Uni, Bernd Abrahams vom Bauamt der Samtgemeinde und Gemeindedirektor Gärtner aufgenommen worden. „Der Katalog versteht sich als Ideensammlung verschiedener Vorhaben“, erklärt der Verwaltungschef. Der Kurs dabei ist klar: Schnelligkeit, Sicherheit, Komfort und Barrierefreiheit sollen für Radfahrer in Reppenstedt verbessert werden.

Von Stefan Bohlmann

Zur Sache

Liste mit Ideen für weitere Projekte

Weitere Vorschläge aus der Ideensammlung der Verwaltung, um Reppenstedt für Radfahrer attraktiver zu machen, sind unter anderem:

  1. Künftiger Kreisverkehr am Ortseingang im Bereich des geplanten Neubaugebietes Schnellenberger Weg: „Durch den Kreisverkehr wird die Anbindung des Sülzweges an den Radweg auf der anderen Fahrbahnseite verbessert.
  2. Anbindung Wohngebiet Wiesenweg an den Sülzweg über das Baugebiet Schnellenberger Weg.
  3. Radwegeverbindung Lüneburger Landstraße/Fritz-Reuter-Ring: Direkte Anbindung des Wohngebietes an den Radweg in Richtung Kirchgellersen durch den Ausbau mit wassergebundener Decke bis zum Fritz-Reuter-Ring.
  4. Anbindung des Gehweges an der Lüneburger Landstraße an die Fahrradstraße Sülzweg.
  5. Anbindung des Fahrradverkehrs aus Dachtmissen an das Ortszentrum Reppenstedt. „Die Situation auf der Dachtmisser Straße ist für Fahrradfahrer in beiden Richtungen unbefriedigend. Es wird vorgeschlagen, rechts und links einen Fahrradschutzstreifen anzulegen.“
  6. Verbreiterung des Geh- und Radwegs entlang der Lüneburger Landstraße.
  7. Die Fahrradstraße Wiesenweg ist zu erneuern. „Der Wiesenweg weist zahlreiche Schäden in der Oberfläche und Schlaglöcher auf. Eine Komplettsanierung wäre sinnvoll.“
  8. Bau eines Radweges nach Vögelsen über den Samtgemeindeverbindungsweg. „Der Verbindungsweg von Reppenstedt nach Vögelsen ist sehr breit und uneben. Die Herstellung eines separaten Radweges ist denkbar.“
  9. Verbindung zwischen Reppenstedt und Schulzentrum Oedeme. „Ausbau des Radwegs bis zum Schulzentrum, dieser liegt allerdings in großen Teilen auf dem Gebiet Lüneburg.“